Agent des FSB in Chmelnyzkyj festgenommen: Geplanter Terroranschlag auf Militärstandort verhindert
Die Sicherheitsbehörden der Ukraine haben einen Agenten des FSB festgenommen, der einen Terroranschlag auf einen Militärstandort in Chmelnyzkyj vorbereitete. Dank der schnellen Reaktion der Sicherheitskräfte konnte der feindliche Plan vereitelt werden, bevor er in die Tat umgesetzt werden konnte.
Die Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) hat bekannt gegeben, dass ein Agent des russischen Geheimdienstes FSB in Chmelnyzkyj festgenommen wurde, der einen Terroranschlag auf eine Ansammlung ukrainischer Soldaten plante. Die Festnahme erfolgte im Rahmen einer umfassenden Operation, die darauf abzielte, die Sicherheit der ukrainischen Streitkräfte zu gewährleisten und mögliche Bedrohungen zu neutralisieren.
Nach Angaben der Ermittler hatte der Beschuldigte vor, einen Sprengsatz zu detonieren, genau in dem Moment, als die Polizei am Tatort eintreffen würde. Um dies zu erreichen, plante er, einen anonymen Anruf an die Notrufnummer 102 zu tätigen, um die Polizei zu alarmieren. Der Agent war der Überzeugung, dass dies die Zahl der Opfer erheblich erhöhen würde. Die Aktivierung des Sprengsatzes sollte aus der Ferne erfolgen, sobald die Sicherheitskräfte am Ort des geplanten Anschlags eingetroffen waren.
Die Mitarbeiter des SBU entdeckten den feindlichen Plan rechtzeitig und nahmen den Agenten während seiner Erkundung an dem Ort fest, an dem er beabsichtigte, einen selbstgebauten Sprengsatz (SBV) zu platzieren. Es wurde festgestellt, dass der Auftrag von einem lokal rekrutierten Drogenabhängigen ausgeführt wurde, der während seiner Suche nach Geld für Drogen in Telegram-Kanälen ins Visier der russischen Geheimdienste geriet.
Nach seiner Rekrutierung erhielt der Agent von seinem Kurator aus Russland detaillierte Anweisungen zur Herstellung eines selbstgebauten Sprengsatzes aus verfügbaren Materialien. Parallel dazu durchstreifte er die Stadt, um die Orte mit der höchsten Konzentration von ukrainischen Verteidigungskräften zu identifizieren.
Während seiner Erkundungen markierte der Täter nicht nur die entsprechenden Koordinaten auf Google Maps, sondern fotografierte auch die Objekte in Bezug auf die Umgebung und die umliegenden Gebäude. Dies zeugt von einer sorgfältigen Vorbereitung und Planung des Anschlags.
Darüber hinaus suchte der Agent nach Verstecken für die Platzierung der selbstgebauten Bombe und übermittelte die gesammelten Informationen an den FSB, um die Vorbereitung des Anschlags zu koordinieren. Bei Durchsuchungen des Festgenommenen wurden ein einsatzbereiter selbstgebauter Sprengsatz und ein Smartphone sichergestellt, das Beweise für seine Zusammenarbeit mit den russischen Geheimdiensten enthielt.
Die Ermittler des SBU haben dem Festgenommenen bereits den Verdacht gemäß Teil 2 des Artikels 111 des Strafgesetzbuches der Ukraine mitgeteilt, der sich auf Hochverrat unter Kriegsbedingungen bezieht. Der Verdächtige befindet sich derzeit in Untersuchungshaft ohne das Recht auf Kaution, und ihm droht lebenslange Haft mit Einziehung seines Vermögens.
Dieser Vorfall ist nicht einzigartig. Wie Ukrinform berichtete, hatte der Sicherheitsdienst der Ukraine zuvor einen Agenten des FSB festgenommen, der in Kiew einen Anschlag auf einen der Führungskräfte des Verbands der Arbeitgeber der Ukraine plante. Dies zeigt die Aktivität der russischen Geheimdienste auf dem Territorium der Ukraine und ihre Versuche, die Situation im Land zu destabilisieren.
Der Sicherheitsdienst der Ukraine setzt seine Arbeit zur Aufdeckung und Neutralisierung von Bedrohungen im Zusammenhang mit der Tätigkeit feindlicher Agenten fort, die versuchen, die Sicherheit des Staates zu untergraben. Die Bürger werden aufgefordert, wachsam zu sein und verdächtige Aktivitäten zu melden, die die Sicherheit des Landes gefährden könnten.