Budanov sieht neue Industrialisierung als notwendig für die Ukraine an
Kyrylo Budanov, der Leiter des Büros des Präsidenten der Ukraine, hat die Dringlichkeit einer neuen Industrialisierung in der Ukraine betont, um die nationale Subjektivität auf der internationalen Bühne zu wahren.
Kyrylo Budanov, der Leiter des Büros des Präsidenten der Ukraine, hat seine Sichtweise zur Notwendigkeit einer neuen Industrialisierung in der Ukraine geäußert. Er warnte, dass das Land ohne diese Maßnahme seine Subjektivität auf der internationalen Bühne verlieren könnte. Diese Aussagen machte er in seinem Telegram-Kanal nach einem Treffen mit Studierenden der Kyiv School of Economics, wie von Ukrinform berichtet.
Budanov betonte, dass die moderne Welt zunehmend komplexer und unberechenbarer wird. Er unterstrich die Notwendigkeit, dass die Ukraine in der Lage sein muss, in solchen Bedingungen zu überleben und eine starke Stimme zu haben, was nur durch die Implementierung neuer Technologien im Rahmen einer neuen Industrialisierung möglich sei. "Das ist ein schwieriger, aber unvermeidlicher Weg", hob er hervor und wies auf die Bedeutung dieses Prozesses für die Zukunft des Landes hin.
Der Leiter des Büros des Präsidenten wies auch darauf hin, dass kleine Länder wie die Ukraine nicht das Luxus haben, schwach zu sein. Sie müssen ihre Präsenz auf der Weltkarte als vollwertige Subjekte bewahren. "Deshalb gibt es für solche Länder nur zwei Wege: entweder stark und robust zu werden oder langsam im Schatten mächtiger Nachbarn zu verblassen", erklärte Budanov und betonte die Wichtigkeit von Stärke und Widerstandsfähigkeit für das Überleben.
Er teilte auch seine Eindrücke von dem Treffen mit den Studierenden und bemerkte, dass das Gespräch offen war und Themen umfasste, die nicht immer angenehm, aber stets wahrhaftig sind. "Ich war angenehm überrascht von der Tiefe und Relevanz der Fragen, die die Studierenden stellten. Daher war ich auch meinerseits so offen wie möglich", gestand Budanov und hob die Bedeutung des Dialogs zwischen den Generationen hervor.
Interessanterweise hatte zuvor der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechow, in einem Blogbeitrag für Ukrinform ebenfalls das Thema Industrialisierung angesprochen. Er stellte fest, dass der umfassende Krieg die Ukraine gezwungen hat, grundlegende Ansätze der Wirtschaftspolitik zu überdenken. Seiner Meinung nach war es früher möglich, Diskussionen über eine "Dienstleistungswirtschaft" oder eine Neuausrichtung auf IT zu führen, doch heute wird offensichtlich, dass ohne eine starke Industrie weder eine stabile Wirtschaft noch ein ausreichendes Sicherheitsniveau gewährleistet werden kann. Somit verwandelt sich die Frage der Re-Industrialisierung, so Terechow, von einer möglichen Entwicklungsstrategie in eine Notwendigkeit.
Diese Äußerungen spiegeln einen allgemeinen Trend in der Ukraine wider, wo immer mehr Experten und Politiker zur Wiederherstellung des industriellen Potenzials des Landes aufrufen. Angesichts der aktuellen Herausforderungen, mit denen die Ukraine konfrontiert ist, wird die Bedeutung der Industrialisierung zunehmend relevanter. Die Fragen der technologischen Entwicklung und wirtschaftlichen Stabilität stehen auf der Agenda, und ihre Lösung könnte ein entscheidender Faktor für die Zukunft des Landes sein.
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