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Astronaut Don Pettit präsentiert die lila Kartoffelknolle 'Spudnik-1', die an Bord der ISS gezüchtet wurde

Astronaut Don Pettit, der derzeit an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) ist, hat ein beeindruckendes Foto einer lila Kartoffelknolle namens 'Spudnik-1' veröffentlicht, die unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit gewachsen ist.

Astronaut Don Pettit, der gegenwärtig auf der Internationalen Raumstation (ISS) verweilt, hat kürzlich ein faszinierendes Bild einer lila Kartoffelknolle mit dem Namen 'Spudnik-1' in den sozialen Medien geteilt. Diese Knolle, die in der Schwerelosigkeit gezüchtet wurde, sieht so ungewöhnlich aus, dass sie eher wie ein Alien aus einem Horrorfilm als wie ein gewöhnliches Gemüse wirkt. Dieses Experiment, das im Rahmen der 72. Expedition durchgeführt wird, stellt einen bedeutenden Beweis dafür dar, dass die Menschheit, um den Mars zu kolonisieren, zu Raumfahrern und Landwirten werden muss.

Während seiner Freizeit von der Schicht nutzte Pettit die Gelegenheit, Pflanzen zu züchten und dokumentierte das einzigartige Verhalten der Kartoffeln unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit. Er stellte fest, dass die Biologie der Pflanzen in solchen Bedingungen erheblichen Veränderungen unterliegt: Ohne die Schwerkraft, die den Wurzeln den Weg nach unten weist, verwandeln sich die Kartoffeltriebe in verworrene Tentakel, die sich nach jeder Lichtquelle strecken. Diese Entdeckung unterstreicht die Notwendigkeit, zu verstehen, wie Pflanzen sich an neue Bedingungen anpassen, wenn die Menschheit plant, andere Planeten zu kolonisieren.

Technisch gesehen wuchs die Knolle 'Spudnik-1' in einem selbstgebauten hydroponischen Terrarium, in dem Pettit gewöhnliche Velcro-Klebestreifen verwendete, um die Knolle zu fixieren, damit sie nicht durch die Kabine schwebte. Die Wahl der lila Kartoffelsorte ist nicht zufällig: Es handelt sich hierbei nicht um eine Designentscheidung, sondern um eine sorgfältige Überlegung zur Überlebensfähigkeit. Die lila Farbe der Kartoffel ist auf die hohe Konzentration von Anthocyanen zurückzuführen, die starke Antioxidantien sind. Diese Pigmente haben die Fähigkeit, die DNA der Astronauten nach der Exposition gegenüber kosmischer Strahlung zu 'reparieren', wodurch diese Kartoffel nicht nur eine Kalorienquelle, sondern auch ein biologischer Schild für die Astronauten darstellt.

Die größte Herausforderung bei Marsmissionen bleibt die Logistik. Es kostet ein Vermögen, ein Kilogramm Fracht zum roten Planeten zu transportieren, und die Reise dauert etwa drei Jahre. Daher ist es einfach unmöglich, Vorräte an Lebensmitteln für die gesamte Dauer mitzunehmen. Der Anbau eigener Ernte während des Fluges wird zur einzigen realistischen Option. Pettit bemerkte, dass die intensive Strahlung im Orbit das Wachstum der Kartoffeln nicht beeinträchtigte, was die Anforderungen an das Design zukünftiger Mars-Gewächshäuser erheblich vereinfacht.

Darüber hinaus bietet der Garten an Bord der ISS der Crew nicht nur frische Kalorien, sondern erfüllt auch eine wichtige psychologische Funktion. Die Internationale Raumstation ist eine sterile Umgebung, in der die Luft nach Ozon und Desinfektionsmitteln riecht und der ständige Lärm von Pumpen Stress verursachen kann. Die Möglichkeit, lebende Blätter zu berühren und den Geruch von feuchter Hydroponik zu erleben, hilft der Crew, eine Verbindung zur Erde zu spüren, was für ihren psychischen und emotionalen Zustand von großer Bedeutung ist.

Der erfahrene Astronaut Don Pettit, der zuvor sogar Zucchini und Kürbisse im Weltraum gezüchtet hat, hat bewiesen, dass die Erzeugung frischer Ernte im tiefen Weltraum trotz des langsameren Wachstums und des Stresses der Pflanzen in der Mikrogravitation nur eine Frage der richtigen Ingenieurkunst und Geduld ist. Dieses Experiment eröffnet neue Horizonte für die Agronomie und die Weltraumforschung und betont die Bedeutung der Anpassung von Pflanzen an die Bedingungen des Weltraums.