Andrij Jermak besucht Kriegsgebiet zur rechtlichen Unterstützung von Soldaten
Andrij Jermak, der ehemalige Leiter des Büros des Präsidenten der Ukraine und neuer Vorsitzender des Komitees der Nationalen Anwaltsvereinigung der Ukraine (NAAU) zum Schutz der Kriegsopfer, hat gemeinsam mit anderen Anwälten das Kriegsgebiet besucht, um rechtliche Beratungen für Soldaten anzubieten.
Andrij Jermak, der ehemalige Leiter des Büros des Präsidenten der Ukraine, hat kürzlich die Rolle des Vorsitzenden des Komitees der Nationalen Anwaltsvereinigung der Ukraine (NAAU) zum Schutz der Kriegsopfer übernommen. In dieser Funktion reiste er zusammen mit einer Gruppe von Anwälten in die Kampfzone, um rechtliche Beratungen für die dort stationierten Soldaten anzubieten. Diese Initiative ist Teil eines neuen Projekts mit dem Titel "Anwalt+", das darauf abzielt, den Soldaten auf Brigadeebene rechtliche Unterstützung zu gewährleisten.
Am Freitag, dem 3. April, gab die Nationale Anwaltsvereinigung der Ukraine bekannt, dass die ersten Einsätze der Anwälte in die Kampfgebiete im Rahmen der Umsetzung der Entscheidung des NAAU-Komitees zum Schutz der Kriegsopfer über die Einführung des Projekts "Anwalt+" stattfanden. Diese Initiative zielt darauf ab, den Soldaten, die an vorderster Front kämpfen, rechtliche Unterstützung zu bieten und ihre Rechte zu schützen.
Im Rahmen dieser Initiative schlossen sich Jermak und andere Mitglieder des Komitees, darunter Ihor Andrejew, Polina Marschenko, Wadim Hatezh und der Berater des NAAU-Vorsitzenden Artemij Karpenko, dem Team der Anwälte an. Während ihres Aufenthalts führten die Anwälte Gespräche mit Soldaten, einschließlich Vertretern der 157. separaten motorisierten Schützenbrigade, der 79. separaten Luftlandesturmbrigade und der 3. Brigade für operative Zwecke "Spartan" der Nationalgarde der Ukraine, und boten ihnen die erforderlichen rechtlichen Beratungen an.
Das Projekt "Anwalt+" kombiniert digitale Werkzeuge mit der Offline-Arbeit von Anwälten direkt in den Einheiten, was eine effektivere rechtliche Unterstützung für die Soldaten ermöglichen soll. Dies stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung Verbesserung des Zugangs zu rechtlicher Hilfe für diejenigen dar, die an der Front stehen und oft in schwierigen rechtlichen Situationen sind.
Die Nationale Anwaltsvereinigung der Ukraine gründete erst vor einem Monat, am 3. März, ein Komitee zum Schutz der Kriegsopfer. Dieses Komitee hat sich zum Ziel gesetzt, rechtliche Mechanismen zur Unterstützung derjenigen zu schaffen, die unter den Auswirkungen des Krieges leiden, sowie Entschädigungsmechanismen und rechtliche Rahmenbedingungen für die europäische Integration im Wiederaufbau zu fördern.
Es ist erwähnenswert, dass Andrij Jermak, der zuvor als Leiter des Büros des Präsidenten tätig war, in der Öffentlichkeit nach seiner Absetzung am 28. November 2025 bekannt wurde. An diesem Tag berichtete die "Ukrainische Wahrheit", dass das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) Durchsuchungen in seinem Büro im Regierungsviertel durchführten. Am Abend desselben Tages kündigte Präsident Wolodymyr Selenskyj an, dass Jermak zurücktritt, was ein bedeutendes Ereignis im politischen Leben des Landes darstellte.
Seit seiner Ernennung zu seiner neuen Position am 3. März 2026 setzt sich Jermak aktiv mit Fragen des rechtlichen Schutzes der Kriegsopfer und der Wiederherstellung von Gerechtigkeit für die von bewaffneter Aggression Betroffenen auseinander. Sein Wissen und seine Erfahrung in diesem Bereich könnten entscheidend für die Entwicklung des Rechtssystems in der Ukraine unter Kriegsbedingungen sein.
Somit sind die Initiative "Anwalt+" und die Aktivitäten des NAAU-Komitees zum Schutz der Kriegsopfer wichtige Schritte in Richtung der Gewährleistung rechtlicher Unterstützung für Soldaten und der Wiederherstellung von Gerechtigkeit für diejenigen, die unter bewaffneter Aggression leiden.