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AMKU stellt keine Preiskartellbildung im Kraftstoffmarkt fest – Kirilenko

Der Antimonopolkomitee der Ukraine (AMKU) hat bei der Untersuchung möglicher wettbewerbswidriger Praktiken im Kraftstoffmarkt seit dem 9. März dieses Jahres keine gezielten Maßnahmen zur Preiserhöhung durch die Betreiber von Tankstellennetzen festgestellt.

Der Vorsitzende des Antimonopolkomitees der Ukraine, Pawlo Kirilenko, informierte während einer Sitzung der Werchowna Rada am Mittwoch, dass der AMKU im Rahmen seiner laufenden Ermittlungen keine Beweise für eine Absprache unter den Marktteilnehmern zur Erhöhung der Kraftstoffpreise gefunden hat. Kirilenko betonte, dass der Ausschuss auf der Grundlage bereits gesammelter und analysierter Daten zum aktuellen Zeitpunkt keine Hinweise auf eine Preisabsprache feststellen konnte.

Er erklärte weiter, dass der AMKU unmittelbar nach dem Anstieg der Preise auf dem Weltmarkt für Mineralölprodukte, der durch den Krieg mit dem Iran ausgelöst wurde, mit der aktiven Sammlung und Analyse von Informationen über die Ursachen des drastischen Anstiegs der Kraftstoffpreise begonnen habe. Kirilenko wies darauf hin, dass es Konsultationen mit der Regierung über mögliche Interventionen auf dem Markt gegeben habe, sowie tägliche Arbeitsgespräche mit den Geschäftsführern der wichtigsten Akteure des Kraftstoffmarktes.

Besonders hervorzuheben ist, dass alle Marktteilnehmer von einem signifikanten Rückgang der Verkaufszahlen und der Rentabilität berichteten, was darauf hindeutet, dass sie bereit sind, die Preise zu senken. Kirilenko erklärte, dass die Liefermengen und die Bezugsquellen für Kraftstoff in die Ukraine durch den Preisanstieg auf dem Weltmarkt erheblich gefährdet seien.

Zusätzlich beeinflussten Faktoren wie der Anstieg der tatsächlichen Preise für Mineralölprodukte, die Prognose eines weiteren Anstiegs der Produktionskosten, die Abwertung der nationalen Währung sowie die steigenden Kosten für Logistikdienstleistungen und Zollgebühren den Markt. Kirilenko betonte, dass all diese objektiven Faktoren in etwa gleichmäßig auf die Marktteilnehmer wirkten.

Er stellte zudem fest, dass alle ukrainischen Tankstellenbetreiber nahezu ausschließlich in europäischen Ländern Kraftstoff einkaufen und mit denselben Herstellern und Händlern zusammenarbeiten. Dies schließe die Möglichkeit einer Marktmonopolisierung aus, so Kirilenko.

Darüber hinaus wies Kirilenko darauf hin, dass seit Beginn der Preis Krise infolge des Krieges kein Antimonopolbehörde in den EU-Ländern entschieden hat, ein Verfahren wegen möglicher Preisabsprachen der Marktbetreiber einzuleiten. Dies deutet darauf hin, dass die Situation auf dem Kraftstoffmarkt zwar komplex, jedoch nicht mit Absprachen zwischen den Teilnehmern verbunden ist.