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7 Millionen Personen im „inneren Reservoir“: Sobolev erklärt, wen man noch in den Arbeitsmarkt einbeziehen kann

Der ukrainische Minister für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft, Oleksiy Sobolev, hat in einem aktuellen Facebook-Beitrag auf das enorme Potenzial hingewiesen, das in der Ukraine für die Gewinnung neuer Arbeitskräfte besteht. Aktuell sind in der Ukraine 13,1 Millionen Menschen beschäftigt, jedoch zahlen nur 10,5 Millionen von ihnen Sozialabgaben.

In seinem jüngsten Beitrag auf Facebook hat der Minister für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft der Ukraine, Oleksiy Sobolev, die Möglichkeiten zur Gewinnung neuer Arbeitskräfte auf dem ukrainischen Arbeitsmarkt hervorgehoben. Er betonte, dass derzeit 13,1 Millionen Menschen in der Ukraine beschäftigt sind, von denen jedoch nur 10,5 Millionen Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Dies entspricht etwa einem Drittel der Gesamtbevölkerung des Landes.

Sobolev unterstrich, dass es in der Ukraine ein internes Reservoir von etwa sieben Millionen Personen gibt, die potenziell in den Arbeitsmarkt integriert werden könnten. Dieses Reservoir umfasst vor allem Binnenvertriebene im erwerbsfähigen Alter, Jugendliche sowie Menschen mit Behinderungen, die gegenwärtig nicht am Arbeitsmarkt teilnehmen. Darüber hinaus zählen auch Ukrainer unter 60 Jahren, die eine Rente beziehen, sowie Personen mit Pflegeverpflichtungen zu diesem Reservoir.

Der Minister wies darauf hin, dass die Regierung bereits ein erstes Maßnahmenpaket im Rahmen einer neuen Beschäftigungspolitik verabschiedet hat, das darauf abzielt, den Fachkräftemangel zu bekämpfen, mit dem die meisten Unternehmen in der Ukraine konfrontiert sind. Diese Prinzipien sind in der Beschäftigungsstrategie bis 2030 verankert, und das Ministerium für Wirtschaft beginnt nun mit der Umsetzung durch verschiedene Programme.

Die vorgeschlagenen Programme sehen die Ausbildung und berufliche Entwicklung von Fachkräften für den Verteidigungs- und Industriebereich sowie andere prioritäre Sektoren vor. Die Regierung plant, eine staatliche Mitfinanzierung für die Ausbildung auf der Grundlage von Arbeitgeberanfragen über ein Gutscheinprogramm einzuführen, das es ermöglichen soll, den tatsächlichen Bedarf an Fachkräften in verschiedenen Bereichen zu decken.

Für Personen über 50 Jahre wird das Projekt „Erfahrung zählt“ umgesetzt, das darauf abzielt, den schnellen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt durch Schulungen, Praktika und kurze Vorstellungsgespräche zu unterstützen. Dieses Projekt soll die Wettbewerbsfähigkeit älterer Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.

Junge Unternehmer im Alter von 18 bis 25 Jahren erhalten ebenfalls Mentoring-Unterstützung und vereinfachten Zugang zu Mikrokrediten, die es ihnen ermöglichen, ihre Geschäftsideen zu verwirklichen. Darüber hinaus erhalten Schüler und Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit UNICEF, die die Arbeit mit Koordinatoren und Besuche bei Arbeitgebern umfasst, um praktische Erfahrungen zu sammeln.

Die Regierung hat auch das Programm „Stützpunkt“ unterstützt, das Unternehmen und Arbeitnehmer in Zeiten von Stillständen, die durch die militärische Aggression der Russischen Föderation verursacht wurden, unterstützt. Ein wichtiger Aspekt dieses Programms ist die Vereinfachung des Prozesses der Kündigung von Arbeitsverträgen mit Arbeitgebern in vorübergehend besetzten Gebieten oder in Kampfzonen.

Darüber hinaus wird eine Bedarfsprognose für Fachkräfte und Arbeitskräfte eingeführt, die eine effektive Planung der Ausbildung für die Wirtschaft des Landes ermöglichen soll. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Gewährleistung einer stabilen Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Ukraine.

Es sei daran erinnert, dass das Kabinett der Minister der Ukraine auch ein Projekt für ein neues Arbeitsgesetz genehmigt hat, das derzeit für die erste Lesung vorbereitet wird. Dieses Dokument zielt darauf ab, das Arbeitsrecht zu verbessern und die Arbeitsbedingungen im Land zu optimieren.

Foto: Oleksiy Sobolev, Facebook

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