Tierschützer retten Wolf Baika aus Kriegsgebiet
Tierschützer des Wild Animals Rescue Centers haben kürzlich eine riskante Evakuierung des Wolfes Baika durchgeführt, der nur fünf Kilometer von der Grenze zu Russland entfernt war. Diese mutige Rettungsaktion erforderte nicht nur Geschick, sondern auch den Mut, in ein gefährliches Kriegsgebiet vorzudringen.
Tierschützer des Wild Animals Rescue Centers haben kürzlich eine riskante Evakuierung des Wolfes Baika durchgeführt, der sich nur fünf Kilometer von der Grenze zu Russland befand. Um das Tier zu retten, mussten sie durch ein gefährliches Gebiet reisen, in dem weiterhin Kämpfe stattfanden, und riskierten dabei ihr eigenes Leben.
Über diese außergewöhnliche Operation berichteten die Vertreter des Zentrums auf ihrer offiziellen Social-Media-Seite. Sie erklärten, dass sie zahlreiche Anfragen von besorgten Bürgern erhalten hatten, die auf die dringende Rettung des Wolfes drängten. "Es ist schwer, die Angst und den Schrecken der Straße zu beschreiben, die wir zurücklegen mussten. In einem Moment begann die Luftabwehr von beiden Seiten zu arbeiten, GPS, Internet und jegliche Kommunikation fielen aus. Es war Nacht. Keine Menschenseele in der Nähe. Und völlige Ungewissheit darüber, wohin wir weiterfahren sollten. In solchen Momenten wird einem sehr bewusst: Ein Fehler kann das Leben kosten", berichteten die Tierschützer.
Das Team der Tierschützer, das sich auf den Weg zur Rettung machte, erreichte die Stadt Jampil, wo sie ihren Transporter aufgrund der Gefahr einer weiteren Fahrt zurücklassen mussten. Dmitri Rusanow kam ihnen zur Hilfe und stellte sein Auto zur Verfügung, damit die Tierschützer ihr Ziel erreichen konnten. "Während der Fahrt hielten einige Personen Ausschau nach Drohnen, die den Himmel überwachten. Nebel und schlechtes Wetter schützten uns, denn unter anderen Umständen wäre es fast unmöglich gewesen, dorthin zu gelangen", berichteten die Vertreter des Wild Animals Rescue Centers.
Als das Team schließlich den Wolf fand, entdeckten sie ihn in einem erschreckenden Zustand: Das Tier war dünn und erschöpft, seine Haut war entzündet, und der Wolf litt an einer eitrigen Ohrenentzündung. Aufgrund der umgebenden Gefahr mussten die Tierschützer schnell handeln. Sie verabreichten dem Tier eine Anästhesie, luden es in einen speziellen Käfig und machten sich auf den Weg zu einem sichereren Gebiet.
Nachdem Baika in einen sicheren Bereich gebracht worden war, kehrten die Tierschützer nach Kiew zurück, wo sie den Wolf in die Klinik von Inna Wasilkowska brachten. Dort wurde eine Diagnose gestellt, der Eiter aus den Ohren entfernt, Wunden behandelt und die notwendige supportive Therapie bereitgestellt. "Und wir haben die erste gute Nachricht: Bei dem Wolf wurde keine Räude festgestellt. Derzeit warten wir auf die Ergebnisse der weiteren Tests", berichteten die Tierschützer.
Momentan befindet sich Baika im Wild Animals Rescue Center, wo ihn eine lange Behandlung und Genesung erwartet. Die Tierschützer hoffen auf positive Testergebnisse und eine schnelle Genesung des Wolfes, der zum Symbol für Mut und Entschlossenheit im Kampf um das Leben von Wildtieren unter gefährlichen Bedingungen geworden ist.