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Medien: Großbritannien verweigert USA Zugang zu Luftwaffenstützpunkten für Angriffe auf iranische Kraftwerke

Großbritannien wird den USA keinen Zugang zu den Luftwaffenstützpunkten der Royal Air Force gewähren, um Angriffe auf Brücken oder Kraftwerke im Iran durchzuführen, wie es der amerikanische Präsident Donald Trump angedroht hat.

Großbritannien hat entschieden, den USA keinen Zugang zu seinen Luftwaffenstützpunkten zu gewähren, um militärische Angriffe auf iranische Infrastruktur, insbesondere Brücken und Kraftwerke, durchzuführen. Dies berichtet die Zeitung The i Paper unter Berufung auf Informationen, die der "Europäischen Wahrheit" vorliegen. Präsident Donald Trump hatte zuvor mit militärischen Maßnahmen gegen Iran gedroht, falls Teheran die Straße von Hormus nicht für den internationalen Schiffsverkehr öffne.

Der britische Premierminister Keir Starmer hatte bereits klargestellt, dass der Zugang amerikanischer Streitkräfte zu britischen Militärbasen nur unter bestimmten Bedingungen gewährt werden kann. Diese Bedingungen beinhalten eine Einschränkung der Verteidigungsfähigkeiten Irans, wie etwa Raketenstellungen oder Lagerhäuser, die eine Bedrohung für die Interessen Londons oder seiner Verbündeten im Persischen Golf darstellen könnten. Laut der Berichterstattung von i Paper fallen Angriffe auf Brücken und Kraftwerke jedoch nicht unter diese Definition, und sollte Washington um die Nutzung britischer Basen für derartige Operationen bitten, würde dieser Antrag abgelehnt.

Die USA müssen in jedem Einzelfall um Erlaubnis bitten, die Stützpunkte der Royal Air Force zu nutzen. Bislang wurde kein entsprechender Antrag bezüglich möglicher Angriffe auf iranische Brücken oder Kraftwerke gestellt. Vor dem Beginn einer möglichen militärischen Operation der USA gegen den Iran hatte Großbritannien Washington bereits die Erlaubnis verweigert, von Stützpunkten wie Diego Garcia und Fairford aus Angriffe durchzuführen, und sich dabei auf das internationale Recht berufen.

Allerdings hatte Starmer später nachgegeben und erklärt, dass er den USA den Zugang zu Diego Garcia für "spezifische und begrenzte Verteidigungsziele" erlauben würde. Am 5. April forderte Präsident Trump Iran auf, die Straße von Hormus bis Dienstag vollständig zu öffnen, andernfalls würde dieser Tag für Iran "der Tag der Kraftwerke und Brücken" werden, so Trump.

Die Situation zwischen den USA und Iran bleibt angespannt, und die britische Regierung scheint bestrebt zu sein, sich aus einer möglichen militärischen Eskalation herauszuhalten. Dies könnte auch Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Großbritannien und den USA haben, insbesondere wenn es um militärische Kooperationen in der Region geht. Die britische Entscheidung, den USA den Zugang zu ihren Militärbasen zu verweigern, könnte als Zeichen dafür gewertet werden, dass London die Risiken eines direkten militärischen Engagements in der Region minimieren möchte.

Die geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt komplex, und die britische Regierung steht vor der Herausforderung, ihre eigenen nationalen Interessen zu wahren, während sie gleichzeitig als Verbündeter der USA agiert. Die kommenden Tage und Wochen könnten entscheidend dafür sein, wie sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern entwickeln, insbesondere im Hinblick auf den Iran und die damit verbundenen sicherheitspolitischen Fragen.