„In Wohlstand leben“: Ein Drittel der Ukrainer benötigt 40-120 Tausend UAH/Monat, ein weiteres Drittel 120-200 Tausend – Umfrage
Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 32% der befragten Ukrainer einen monatlichen Einkommen von 40 bis 120 Tausend UAH als notwendig erachten, während 32% ein Einkommen von 120 bis 200 Tausend UAH als ausreichend für ein wohlhabendes Leben ansehen.
Die Umfrage, die von der Labor für soziale Projekte des Zagoriy Foundation in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für soziale und Marketingforschung SOCIS durchgeführt wurde, zeigt, dass die Vorstellungen über ein wohlhabendes Leben unter den Ukrainern stark variieren. Laut den Ergebnissen betrachten 62% der Befragten ein monatliches Einkommen von über 400 Tausend UAH als Maßstab für Wohlstand, während 18% ein Einkommen zwischen 200 und 400 Tausend UAH als ausreichend erachten.
Zusätzlich wurden die Teilnehmer der Umfrage gebeten, den Einkommensbedarf für die Kategorie „gut leben“ zu definieren. 45% der Befragten sind der Meinung, dass ein Einkommen von 20 bis 40 Tausend UAH pro Monat für ein gutes Leben ausreicht. 26% glauben, dass 10 bis 20 Tausend UAH genügen, während lediglich 9% der Ansicht sind, dass weniger als 10 Tausend UAH für ein gutes Leben ausreichend sind.
Die Vorstellungen über Reichtum sind unter den Menschen relativ einheitlich, da ein Einkommen von über 400 Tausend UAH als Maßstab angesehen wird. Im Gegensatz dazu sind die Konzepte von „gutem Leben“ und „Wohlstand“ breiter gefasst und reichen von 20 bis 200 Tausend UAH.
Die Umfrage zeigt auch, dass unter den Ukrainern ein gewisser Skeptizismus gegenüber dem ehrlichen Erfolg durch eigene Anstrengungen vorherrscht. Mehr Menschen neigen dazu, die Antworten „eher nein“ oder „nein, das ist unmöglich“ zu wählen (54%), als die Antwort „ja“ zu geben (in jeglicher Form 40%). Die Umfrage war insgesamt darauf ausgerichtet, den „sozialen Vertrag“ zwischen der Gesellschaft und dem Geschäftsleben zu untersuchen, insbesondere was die Erwartungen der Ukrainer an Reiche betrifft.
Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis der Umfrage ist das vorherrschende Misstrauen gegenüber der Ehrlichkeit des Reichtums. Mehr als die Hälfte der Befragten bewertet die Ehrlichkeit des Reichtums als niedrig, wobei die negativen Bewertungen insgesamt 53% ausmachen. Hohe Bewertungen der Ehrlichkeit sind marginal: Nur 11% der Befragten glauben, dass Reiche ihren Wohlstand ehrlich erarbeitet haben, was im krassen Gegensatz zu den 53% steht, die das Gegenteil glauben.
Dennoch sind 79% der Befragten der Meinung, dass eine reiche Person, die ehrlich Steuern zahlt, das Recht hat, ihr Einkommen nach Belieben auszugeben. Die Erwartungen der Ukrainer an die Geschäftswelt sind vielfältig: 59% erwarten die Schaffung von Arbeitsplätzen, während nur 52% der Meinung sind, dass die Unternehmen dies bereits erfolgreich umsetzen. 53% erwarten eine ehrliche Steuerzahlung, während 50% Unterstützung für die Verteidigung und Veteranen fordern. 29% wünschen sich eine Beteiligung an der Wiederherstellung von Gemeinden, 22% fordern Investitionen in Bildung und Jugend, und 19% erwarten Fortschritte in der Medizin und Wissenschaft.
Bezüglich der Wohltätigkeit zeigt die Umfrage, dass fast 70% der Ukrainer niemals oder fast niemals öffentlich Dank an Unternehmen für deren philanthropische Aktivitäten aussprechen. Fast die Hälfte der Ukrainer (47%) vertraut am meisten auf die Wohltätigkeit von Unternehmen, wenn diese durch Fakten, Zahlen und Berichte belegt ist. 41% vertrauen mehr auf Wohltätigkeit, wenn sie reale Geschichten von Menschen sehen, während 37% Transparenz und Bestätigung durch unabhängige Quellen erwarten. Nur 11% vertrauen den Aussagen von Unternehmensführern.
Die Zagoriy Foundation ist eine Labor für soziale Projekte, die von den Mitbesitzern Kateryna und Hlib Zagoriy unterstützt wird, wobei Kateryna die Vorsitzende des Aufsichtsrats und Hlib Mitbesitzer des Pharmaunternehmens „Darnytsia“ ist. Die Feldforschung wurde im November 2025 durch telefonische Interviews durchgeführt, die 2000 volljährige Bürger der Ukraine (18+) umfassten. Die Umfrage ist repräsentativ hinsichtlich Alter, Region, Bildung, Art des Wohnorts (Stadt/Dorf), Wohnregion und Einkommensniveau. Der statistische Fehler der Stichprobe beträgt +/- 2,6%.