Bewohner von Chmelnyzkyj soll für bis zu 10.000 Dollar Wehrpflichtige aus dem Fahndungsregister entfernt haben – DBR
Mitarbeiter des Staatlichen Ermittlungsbüros (DBR) haben zusammen mit dem Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) einen Bewohner von Chmelnyzkyj verdächtigt, für Beträge zwischen 3.500 und 10.000 US-Dollar versprochen zu haben, Wehrpflichtige aus dem Fahndungsregister des Systems 'Oberih' zu entfernen.
Die Ermittlungen des Staatlichen Ermittlungsbüros (DBR) in Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) haben zu einer bedeutenden Festnahme in Chmelnyzkyj geführt. Ein Mann wird verdächtigt, gegen Bezahlung von 3.500 bis 10.000 US-Dollar Wehrpflichtige aus dem Fahndungsregister zu entfernen. Diese illegale Praxis, die seit 2022 betrieben wurde, betraf Personen, die wegen Wehrdienstverweigerung gesucht wurden.
Nach Angaben auf der offiziellen Website des DBR bot der Verdächtige seine 'Dienstleistungen' insbesondere jenen an, die aufgrund von Wehrdienstverweigerung gesucht wurden. Er behauptete, enge Kontakte zu Beamten der territorialen Rekrutierungs- und Sozialunterstützungszentren (TCK und SP) zu haben und Einfluss auf die Entscheidungen über den Status seiner Klienten ausüben zu können.
Die Kosten für diese 'Hilfe' variierten je nach Einzelfall und finanziellen Möglichkeiten des Klienten zwischen 3.500 und 10.000 US-Dollar. Dies deutet darauf hin, dass der Verdächtige versuchte, die Mobilisierungssituation in der Ukraine auszunutzen und die Ängste und Bedürfnisse der Menschen, die den Wehrdienst vermeiden wollten, auszubeuten.
Am 26. März 2026 wurde der Verdächtige von den Mitarbeitern des DBR festgenommen. Bei Durchsuchungen seiner Wohnung wurden Kommunikationsmittel, Dokumente von Wehrpflichtigen, darunter medizinische Bescheinigungen und Vollmachten, sowie Bargeld in verschiedenen Währungen im Gesamtwert von etwa 2 Millionen Hrywnja und ein Fahrzeug sichergestellt.
Der Mann wurde bereits wegen des Verdachts auf Erhalt unrechtmäßiger Vorteile durch Einflussnahme auf Entscheidungsprozesse gemäß Teil 3 des Artikels 369-2 des Strafgesetzbuches der Ukraine informiert. Das Gericht hat gegen ihn eine Haftstrafe verhängt, die gegen eine Kaution von über 908.000 Hrywnja ausgesetzt werden kann.
Die Vorermittlungen dauern an, und die Ermittler arbeiten aktiv daran, den gesamten Personenkreis zu ermitteln, der an dieser kriminellen Aktivität beteiligt ist. Besonderes Augenmerk liegt auf möglichen Verbindungen des Verdächtigen zu Beamten der TCK und SP, da diese Institutionen direkt mit den Mobilisierungs- und Rekrutierungsprozessen in der Ukraine verbunden sind.
Dieser Fall hat in der Gesellschaft erhebliches Aufsehen erregt, da er das Problem der Korruption im Militärrekrutierungssystem unterstreicht, das leider im Kontext des Krieges weiterhin aktuell ist. Die Strafverfolgungsbehörden setzen ihre Bemühungen fort, diesen Bereich von kriminellen Elementen zu reinigen, die versuchen, die Situation zu ihrem eigenen Vorteil auszunutzen.