Kyiv Post

Zelensky: USA ignorieren Russlands Unterstützung für den Iran bei Angriffen auf Militärbasen, sagt, er sagt Trump, 'er hat nicht immer recht'

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte in einem Interview Besorgnis über die Ignoranz der USA gegenüber Beweisen, dass Russland dem Iran bei Angriffen auf amerikanische Militärbasen im Nahen Osten hilft.

In einem aufschlussreichen Interview mit dem Podcast The Rest is Politics, moderiert von Alastair Campbell, hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Besorgnis über die Ignoranz der Vereinigten Staaten hinsichtlich der Unterstützung Russlands für den Iran bei Angriffen auf amerikanische Militärbasen im Nahen Osten geäußert. Selenskyj betonte, dass diese Ignoranz auf einem 'zuverlässigen' Vertrauen der USA in den russischen Präsidenten Wladimir Putin beruht.

Selenskyj erklärte, dass er wiederholt versucht habe, das Weiße Haus über die enge militärische Zusammenarbeit zwischen Moskau und Teheran zu informieren. Er hob hervor, dass russische Militärsatelliten kritische Energieinfrastrukturen in den Ländern des Golfes sowie in Israel kartografiert haben, einschließlich der amerikanischen Militärbasen in der gesamten Region.

Der ukrainische Präsident ist der Ansicht, dass der Kreml diese geheimdienstlichen Informationen an den Iran weitergegeben hat, um dessen Angriffe zu erleichtern. 'Ich habe das öffentlich gesagt. Haben wir eine Reaktion von den USA darauf gehört, dass Russland das stoppen sollte?' fragte Selenskyj rhetorisch. 'Das Problem ist, dass sie Putin vertrauen. Und das ist bedauerlich', fügte er hinzu.

Darüber hinaus kritisierte Selenskyj das Team des US-Präsidenten Donald Trump dafür, dass es nicht in der Lage war, die Absichten Russlands vollständig zu verstehen. Er wies auf die Verhandlungsführer Trumps, Stephen Witkoff und Jared Kushner, hin, die seiner Meinung nach 'zu viel Zeit' mit Putin und hochrangigen russischen Beamten verbracht haben.

Diese beiden besuchten Moskau im vergangenen Jahr fünfmal, haben jedoch bisher nicht Kiew besucht. Der ukrainische Präsident stellte fest, dass er ein besseres Verständnis für die Psychologie des russischen Führers und dessen tatsächliche militärische Ziele hat als das Weiße Haus.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass Selenskyj in einem Interview mit dem italienischen Medium Rai betonte, dass er einer der wenigen Führer sei, die Trump offen sagen, wenn er falsch liegt. 'Ich bin einer der wenigen, die Trump sagen, was ich denke', erklärte er.

Diese direkte Kommunikation sei laut Selenskyj entscheidend, um die wahren Absichten Russlands zu verstehen und die Sicherheit der Ukraine sowie ihrer Verbündeten zu gewährleisten. Angesichts der jüngsten Ereignisse und der Eskalation des Konflikts in der Ukraine gewinnen solche Äußerungen des ukrainischen Präsidenten an besonderer Bedeutung.