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Näherung an Nordkorea weckt bei vielen Russen Nostalgie nach der Sowjetunion - Analystin

In einem aktuellen Interview mit Ukrinform äußerte die assoziierte Senior-Analystin des Zentrums 'Neue Europa', Natalia Butyrska, Besorgnis über die Reaktion der russischen Gesellschaft auf die Annäherung an Nordkorea. Ihrer Meinung nach weckt dieses Phänomen bei vielen Russen Nostalgie nach den Zeiten der Sowjetunion, was auf die Unfähigkeit des Landes hinweist, sich nach dessen Zerfall zu transformieren.

In einem aufschlussreichen Interview mit Ukrinform hat die assoziierte Senior-Analystin des Zentrums 'Neue Europa', Natalia Butyrska, die besorgniserregende Reaktion der russischen Gesellschaft auf die zunehmende Annäherung an Nordkorea thematisiert. Butyrska betont, dass dieses Phänomen bei vielen Russen eine tiefe Nostalgie nach den Zeiten der Sowjetunion auslöst, was auf die Schwierigkeiten des Landes hinweist, sich nach dem Zerfall der Sowjetunion zu transformieren.

Die Analystin hebt hervor, dass, obwohl die Russen aktiv die Vorteile einer offenen Welt nutzen, in ihrem Weltbild immer noch eine starke sowjetische Nostalgie vorherrscht. Sie erklärt, dass das Bild von 'Größe', das auf der Vergangenheit basiert, weiterhin das Bewusstsein der Menschen prägt. 'Deshalb erscheint die Annäherung an Nordkorea für viele nicht als Problem, sondern weckt vielmehr eine gewisse Nostalgie', sagt Butyrska.

Butyrska berichtet, dass Russen, die Nordkorea besuchen, häufig anmerken, dass 'es an die Sowjetunion erinnert' und sie dies positiv empfinden. Sie fügt hinzu, dass sie sich nicht allzu sehr über die strenge Kontrolle durch die nordkoreanischen Behörden stören, die unter anderem Reisebeschränkungen, Überwachung der Bewegungen und Regulierung der Kontakte umfasst.

Die Expertin weist auch auf die bedeutende Rolle der russischen Propaganda bei der Formung dieser Wahrnehmung hin. Sie führt Beispiele an, bei denen hochrangige Beamte wie der Außenminister Sergej Lawrow und Präsident Wladimir Putin die 'brüderliche Hilfe' Nordkoreas loben und betonen, dass niemand Russland so loyal unterstützt wie Nordkorea. 'Für die russische Gesellschaft ist diese Erklärung ausreichend', betont Butyrska und vergleicht dies mit anderen Themen, wie dem Überfall auf die Ukraine.

Erinnern wir uns daran, dass laut einer Studie der Agentur Yonhap Nordkorea von Russland bis zu 14,4 Milliarden Dollar für Waffen und militärische Truppen zur Unterstützung im Krieg gegen die Ukraine erhalten haben könnte. Dies weist auf eine tiefe Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern hin, die in der internationalen Gemeinschaft Besorgnis auslöst.

Die Situation mit Nordkorea und deren Einfluss auf die russische Gesellschaft stellt somit einen wichtigen Aspekt dar, der einer weiteren Analyse bedarf. Die Nostalgie nach sowjetischen Zeiten, kombiniert mit moderner politischer Propaganda, schafft einen einzigartigen Kontext für das Verständnis der Beziehungen zwischen Russland und Nordkorea.