Staatssekretär Kurbatov: Wissenschaft wird selten für Mobilitätsumgehungen genutzt
Der ukrainische Staatssekretär für Bildung und Wissenschaft, Denis Kurbatov, äußerte sich in einem Interview über die Nutzung wissenschaftlicher Positionen zur Umgehung der Mobilisierung und betonte, dass solche Fälle äußerst selten sind.
Der ukrainische Staatssekretär für Bildung und Wissenschaft, Denis Kurbatov, hat in einem Interview mit der Nachrichtenagentur "Interfax-Ukraine" seine Ansichten zur Nutzung wissenschaftlicher Positionen zur Umgehung der Mobilisierung dargelegt. Er betonte, dass er nicht behaupten könne, dass 100 % der Personen in der Wissenschaft ihre Positionen zur Umgehung der Mobilisierung nutzen, jedoch sei die Anzahl solcher Fälle, falls sie existieren, sehr gering.
Kurbatov hob hervor, dass in den vergangenen Jahren, insbesondere zu Beginn des umfassenden Krieges, die Promotionsprogramme tatsächlich als eine Möglichkeit zur Umgehung der Mobilisierung genutzt wurden. Allerdings habe sich die Situation seiner Meinung nach erheblich verändert. Das Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Ukraine habe zusätzliche Prüfungen und Kontrollen eingeführt, was zu einem Rückgang solcher Fälle geführt habe. "Wir sind fast auf das Niveau vor dem Krieg zurückgekehrt", bemerkte er.
Zusätzlich betonte Kurbatov, dass eines der Faktoren, die zur Stabilisierung der Situation für Wissenschaftler in der Ukraine beigetragen haben, die staatliche Gewährung einer 100%igen Reservierung für Personen mit akademischen Abschlüssen ist, die in der Wissenschaft und im Hochschulbereich tätig sind. Diese Entscheidung habe es ermöglicht, Fachkräfte im wissenschaftlichen Bereich zu halten und deren Abwanderung aus dem Land zu verhindern.
Es ist erwähnenswert, dass der stellvertretende Minister für Bildung und Wissenschaft, Mykola Trofymenko, zuvor über einen signifikanten Rückgang der männlichen Studienanfänger über 25 Jahren auf allen Bildungsebenen im Jahr 2025 berichtete. Seinen Angaben zufolge übersteigt dieser Rückgang im Vergleich zum Jahr 2024 das Doppelte, was auf ernsthafte Herausforderungen hinweist, mit denen das System der Hochschulbildung in der Ukraine im Kontext des Krieges konfrontiert ist.
Somit bleibt die Situation im wissenschaftlichen Bereich der Ukraine komplex, doch dank der ergriffenen Maßnahmen, insbesondere der Reservierung für Wissenschaftler, konnten die negativen Auswirkungen der Mobilisierung verringert werden. Es ist wichtig, dass der Staat die wissenschaftliche Gemeinschaft weiterhin unterstützt, da die Wissenschaft ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklung des Landes ist, insbesondere angesichts der modernen Herausforderungen.