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Gesetzentwurf über Steuern auf Pakete bedroht die Versorgung der Armee

Ein neuer Gesetzentwurf, bekannt als Gesetzentwurf 15112, sorgt in der Ukraine für Besorgnis unter Militärs und Freiwilligen, da er die Lieferung wichtiger Güter an die Armee erheblich erschweren könnte.

Im ukrainischen Parlament, der Werchowna Rada, wurde der Gesetzentwurf 15112 vorgestellt, der als Gesetzentwurf über Steuern auf Pakete bekannt ist. Dieser Vorschlag hat ernsthafte Bedenken bei Militärs und Freiwilligen ausgelöst. Es besteht die Gefahr, dass dieser Gesetzentwurf nicht nur die Möglichkeit der Lieferung wichtiger Güter an die Armee erschwert, sondern sie faktisch zunichte macht, was unsere Fähigkeit, dem Feind entgegenzutreten, gefährden könnte.

Zuallererst ist festzustellen, dass die neuen Regelungen die obligatorische Zollabfertigung von Paketen vorsehen, die von Angehörigen aus dem Ausland an Militärangehörige gesendet werden. Dies wirft nicht nur moralische, sondern auch praktische Fragen auf. In Kriegszeiten, in denen jeder Tag zählt, kann eine Verzögerung bei der Lieferung selbst der kleinsten Teile fatale Folgen haben.

Darüber hinaus wird die neue Steuer den Prozess der Bestellung notwendiger Ausrüstung, wie z.B. Fernbedienungen für Drohnen, Brillen, Adapter und andere Komponenten, die für das Funktionieren von Drohnen unerlässlich sind, erheblich erschweren. Es ist erwähnenswert, dass das Verteidigungsministerium diese Ausrüstung nicht beschafft, da der Großteil davon in China produziert wird. Daher gelangen all diese "Kleinigkeiten" dank der Freiwilligenhilfe oder aus eigenen Mitteln der Soldaten zur Armee.

Freiwillige, die die Armee mit notwendigen Gütern versorgen, sehen sich neuen Herausforderungen gegenüber. Sollte diese destruktive Steuer eingeführt werden, könnte beispielsweise der beliebte Online-Shop AliExpress die Lieferung nach Ukraine einstellen. Dies würde zu ernsthaften Problemen mit privaten Lieferungen für die Armee führen, die der Staat nicht vollständig gewährleisten kann.

Niemand kann AliExpress dazu zwingen, innerhalb von sechs Monaten ein System zur automatischen Steuerzahlung an den ukrainischen Haushalt zu schaffen. Für sie wäre es einfacher, einfach die Ukraine von ihren Lieferungen abzuschneiden. Zudem gibt es einen politischen Aspekt: Chinesische Unternehmen werden kaum bereit sein, der Ukraine entgegenzukommen, angesichts der aggressiven Kritik seitens ukrainischer Politiker und der Sanktionen gegen die VR China.

Der Militärexperte Walerij Pekar weist darauf hin, dass dieser Gesetzentwurf die gesamte Logistik der Lieferung von Komponenten nach Ukraine zerstören könnte. In gewöhnlichen Paketen werden oft verbotene, offiziell nicht exportierbare Wärmebildkameras und andere Ausrüstungsgegenstände transportiert, die für die Armee von entscheidender Bedeutung sind.

Der Gesetzentwurf zur Besteuerung von Paketen könnte einen tödlichen Schlag für die Drohnenindustrie und die Möglichkeiten von FPV-Piloten darstellen. Es geht nicht nur um Drohnen, sondern auch um viele andere Komponenten, die privat für die Armee beschafft werden. In einer Situation, in der der Zoll die plötzlich gestiegene Anzahl an Sendungen nicht bewältigen kann, könnte jede Sendung monatelang aufgehalten werden.

Es stellt sich die Frage: Ist der Staat bereit, all die Verpflichtungen zu übernehmen, die die Freiwilligen über viele Jahre für die Armee erfüllt haben, nachdem ein solches Gesetz verabschiedet wurde? Die Antwort auf diese Frage bleibt ungewiss. Es ist jedoch offensichtlich, dass es um Ressourcen geht, die eine entscheidende Rolle auf dem Schlachtfeld spielen – sowohl bei der Eindämmung des Feindes als auch bei Fragen der Gegenangriffe und Gegenoffensiven.

Dieser Gesetzentwurf kann als eine Falle beschrieben werden, die mit unseren eigenen Händen camouflierte wurde. Mit anderen Worten, es handelt sich um Sabotage, um eine Diversion, der kein grünes Licht gegeben werden darf. Der Kern bleibt unverändert und erfordert ein dringendes Handeln seitens der Gesellschaft und des Staates.

Der Text wurde mit Genehmigung des Autors veröffentlicht.