Schutz des kulturellen Erbes: Berezhna trifft sich mit den Ministern aus Finnland und Moldawien
Die ukrainische Vizepremierministerin für humanitäre Politik, Tetjana Berezhna, hat sich kürzlich mit den Kulturministern Finnlands und Moldawiens getroffen, um dringende Fragen zum Schutz des ukrainischen kulturellen Erbes, das im Zuge des Krieges gelitten hat, zu erörtern.
Tetjana Berezhna, die Vizepremierministerin für humanitäre Politik der Ukraine, hat sich kürzlich mit den Kulturministern Finnlands und Moldawiens getroffen, um dringende Fragen zum Schutz des ukrainischen kulturellen Erbes, das im Zuge des Krieges gelitten hat, zu erörtern. Laut der Webseite des Ministeriums für Kultur der Ukraine fand das Treffen im Rahmen einer internationalen Konferenz statt, bei der die Teilnehmer die Bedeutung internationaler Unterstützung in dieser schwierigen Zeit für die Ukraine betonten.
Während der Konferenz hob Berezhna hervor, dass die russische Aggression eine direkte Bedrohung für die ukrainische Kultur und Identität darstellt. "Während dieser Konferenz haben wir erneut festgestellt, wie wichtig internationale Unterstützung ist. Die russische Aggression greift direkt die ukrainische Kultur und Identität an, und die Bewältigung dieser Herausforderungen ist nur durch aktive internationale Solidarität möglich", erklärte sie und betonte die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen zum Schutz des kulturellen Erbes.
Die Kulturministerin Finnlands, Laura Talviitie, würdigte die Initiative zur Schaffung eines Ukrainischen Fonds für kulturelles Erbe. "Wir sind der Meinung, dass die Prioritäten des Fonds - die Wiederherstellung beschädigter Objekte, die Schaffung von Lagerräumen, die Digitalisierung und Katalogisierung des kulturellen Erbes - sehr gut gewählt sind. Wir beobachten seine Aktivitäten im Rahmen des Allianzes für kulturelle Resilienz aufmerksam", betonte sie und bestätigte die Bereitschaft Finnlands zur aktiven Teilnahme an diesen Prozessen.
Im Verlauf des Treffens diskutierten die Parteien auch die weitere Verstärkung der Zusammenarbeit im Rahmen des Allianzes für kulturelle Resilienz und des Formats der Northern Dimension, das den Austausch von Erfahrungen und den gemeinsamen Schutz des kulturellen Erbes vorsieht. Diese Fragen sind besonders relevant angesichts der neuen Herausforderungen, mit denen Länder konfrontiert sind, die ihre kulturelle Identität bewahren möchten.
Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Frage des Erhalts kultureller Werte während des Treffens mit dem Kulturminister der Republik Moldawien, Cristian Jardan, gelegt. Die Parteien erörterten die Herausforderungen, die mit den vorübergehend besetzten Gebieten verbunden sind, in denen ein erheblicher Teil der Museumsbestände aufbewahrt wird, sowie die Entwicklung der Digitalisierung zur Erfassung und zum Schutz dieser Bestände. "Wir sind dankbar für Ihre Unterstützung und Zusammenarbeit. Obwohl wir diese Erfahrung des Krieges niemals hätten machen wollen, sind wir verpflichtet, sie mit unseren Partnern zu teilen. Solange es Russland gibt, müssen wir bereit sein und kulturelle sowie nationale Sicherheit als miteinander verbundene Aspekte betrachten", betonte Berezhna und wandte sich an ihren moldawischen Kollegen.
Cristian Jardan bestätigte die Bereitschaft zur weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit und zum Austausch von Praktiken. "Für uns ist es von größter Bedeutung, die Partnerschaft mit der Ukraine auszubauen. Wir streben nicht nur danach, Unterstützung zu leisten, sondern auch Erfahrungen im Umgang mit Herausforderungen im Kulturbereich zu sammeln, insbesondere in Bezug auf den Erhalt des Erbes in Krisenzeiten", hob er hervor und äußerte Moldawiens Bereitschaft zur aktiven Teilnahme an diesen Initiativen.
Während des Treffens wurden auch Maßnahmen zur Bekämpfung russischer Propaganda und Desinformation sowie die Förderung der ukrainischen Kultur und Bildungsinitiativen in der Republik Moldawien erörtert. Diese Fragen sind wichtige Elemente der Strategie zum Schutz des kulturellen Erbes und der nationalen Identität angesichts der modernen Herausforderungen.
Wie Ukrinform berichtete, traf sich die Vizepremierministerin für humanitäre Politik der Ukraine, Ministerin für Kultur Tetjana Berezhna, im Rahmen der internationalen Konferenz "Zusammenarbeit für Resilienz" in Lwiw mit dem Kulturminister der Republik Moldawien, Cristian Jardan, was die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit beim Erhalt des kulturellen Erbes unterstreicht.