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Europäische Unternehmen entwickeln Plattform für Drohnen mit quantenbasiertem Schutz

Die europäischen Verteidigungsunternehmen STV Group und Post-Quantum haben einen bedeutenden Fortschritt in der Entwicklung von Kommunikations-Technologien der nächsten Generation erzielt, indem sie die erste weltweit Plattform für unbemannte Luftfahrzeuge (Drohnen) mit quantenbasiertem Schutz erfolgreich getestet haben.

Die neue Plattform ist in der Lage, Cyberangriffen zu widerstehen, die sowohl von modernen als auch von zukünftigen Quantencomputern ausgeführt werden können. Die Tests fanden in einem Rüstungswerk in Tschechien statt, wo die Unternehmen demonstrierten, wie Drohnen, die bereits in realen Kampfsituationen erprobt wurden, mit der innovativen Post-Quantum-Verschlüsselung interagieren können.

Im Kern dieser neuen Systemarchitektur steht der Classic McEliece-Algorithmus, ein kryptografisches Verfahren, das auf Codes basiert und seit Jahrzehnten als eines der sichersten der Welt gilt, da es keine bekannten praktischen Schwachstellen aufweist. Trotz seiner Zuverlässigkeit war die Anwendung des Classic McEliece-Algorithmus auf Luftfahrtplattformen aufgrund der erheblichen Größe der Verschlüsselungsschlüssel eingeschränkt, was Schwierigkeiten für Geräte mit begrenzten Rechenressourcen mit sich brachte.

Den Entwicklern ist es jedoch gelungen, diesen Algorithmus für den Einsatz unter realen Flugbedingungen anzupassen, selbst in Situationen mit Kommunikationsstörungen. Ricky Hassan, der Geschäftsführer von Post-Quantum, betonte, dass diese Tests die Behauptung widerlegten, dass der Einsatz solch großer Schlüssel in der Luftfahrt unmöglich sei.

Die Relevanz dieser Entwicklung wird durch die aktuellen Erfahrungen in Konflikten, insbesondere in der Ukraine und im Nahen Osten, unterstrichen. Pavel Kudrhalt, der Geschäftsführer von STV Group, hob hervor, dass die Sicherheit der Datenübertragungskanäle in Zeiten intensiver elektronischer Kriegsführung von entscheidender Bedeutung ist. Das Risiko, dass der Feind Videostreams, Metadaten abfängt oder die Kontrolle über einen ganzen Schwarm von Drohnen übernimmt, ist inakzeptabel.

Zusätzlich zu den gegenwärtigen Bedrohungen zielt das neue System darauf ab, Daten vor der Strategie „sammeln jetzt, später entschlüsseln“ zu schützen. Diese Methode sieht vor, dass der Gegner heute verschlüsselte Daten abfangen kann, um sie in einigen Jahren mit leistungsstarken Quantencomputern zu entschlüsseln. Die neue Technologie gewährleistet die langfristige Vertraulichkeit von Geheimdienstinformationen, was in der heutigen Welt von enormer Bedeutung ist.

Die Entwickler planen eine schrittweise Implementierung des quantenbasierten Schutzes in die Verteidigungsprogramme ihrer Verbündeten. Die Systemarchitektur ist universell, was es ermöglicht, sie in Zukunft auf landgestützte, marine und unterwasserbasierte unbemannte Systeme zu skalieren. Dieses Ereignis markiert einen globalen Wandel in der Verteidigungsindustrie, in der der Schutz von Informationen vor zukünftigen quantenbasierten Bedrohungen ebenso prioritär wird wie die physische Überlebensfähigkeit von Technik auf dem Schlachtfeld.