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Europäische Wirtschaftsvereinigung unterstützt Steuerentwürfe, äußert jedoch Bedenken

Die Europäische Wirtschaftsvereinigung (EBA) hat ihre grundsätzliche Unterstützung für drei Steuerentwürfe erklärt, die im Parlament der Ukraine behandelt werden sollen. Allerdings betonten die Vertreter der Vereinigung, dass sie zu jedem dieser Entwürfe, die von der ukrainischen Regierung initiiert wurden, Anmerkungen und Vorschläge haben.

Die Europäische Wirtschaftsvereinigung (EBA) hat bekannt gegeben, dass sie die grundlegenden Prinzipien von drei Steuerentwürfen unterstützt, die dem Obersten Rat der Ukraine zur Prüfung vorgelegt werden sollen. In einer offiziellen Stellungnahme wiesen die Vertreter der EBA jedoch darauf hin, dass sie zu jedem dieser Entwürfe, die vom Kabinett der Minister der Ukraine initiiert wurden, spezifische Anmerkungen und Vorschläge haben. Die Experten der Vereinigung haben eine detaillierte Analyse der vorgeschlagenen Änderungen durchgeführt und ihre Gedanken mit der Geschäftswelt geteilt.

Der erste der drei Steuerentwürfe betrifft die Abschaffung der Mehrwertsteuerbefreiung (MwSt) für Waren, deren Wert 150 Euro nicht übersteigt (Entwurf Nr. 15112). Die Experten der EBA äußerten ihre grundsätzliche Unterstützung für diesen Schritt, forderten jedoch auch die Vorbereitung von Änderungen am Zollgesetz der Ukraine, um ein vereinfachtes Verfahren zur Verwaltung der entsprechenden Zollgebühren zu gewährleisten. Sie betonten: „Die Vereinigung hat bereits mehrfach an die Regierung, das Parlament und andere staatliche Stellen appelliert, die MwSt-Befreiungen für den Import von Waren im Wert von bis zu 150 Euro zu überprüfen. Ein solcher Schritt würde unter anderem dazu beitragen, die ukrainische Steuer- und Zollgesetzgebung an die Regeln der Europäischen Union anzupassen.“

Der zweite Entwurf betrifft die Einführung eines internationalen automatischen Informationsaustauschs über Einkünfte, die über digitale Plattformen erzielt werden (Entwurf Nr. 15111). Die EBA ist der Meinung, dass einige Bestimmungen dieses Entwurfs einer Klärung bedürfen, insbesondere hinsichtlich der Definition, wer genau als Betreiber einer digitalen Plattform und als verantwortlicher Verkäufer gilt. Die Experten halten es zudem für unangemessen, spezielle Bankkonten einzuführen und das Bankgeheimnis der verantwortlichen Verkäufer von Waren und Dienstleistungen offenzulegen, da dies die soziale Spannung und das Misstrauen der Bevölkerung verstärken könnte.

Der dritte Entwurf betrifft die Erhebung einer Militärsteuer (Entwurf Nr. 15110). Die Vertreter der Vereinigung sind der Ansicht, dass die Frage der Konfiguration der Militärsteuer im weiteren Kontext betrachtet werden sollte, zusammen mit einer Überprüfung der Ansätze zur Besteuerung von Einkommen von Privatpersonen und zur sozialen Sicherheit. Sie warnen davor, dass eine Fortsetzung der erhöhten Steuersätze ohne umfassende Änderungen bestehende Ungleichgewichte zementieren und die Schattenwirtschaft weiter anheizen könnte. Die Experten weisen auch darauf hin, dass die Beibehaltung der erhöhten Steuerlast auf den Lohnfonds das wirtschaftliche Wachstum und die Erholung des Arbeitsmarktes bremsen könnte.

Die Europäische Wirtschaftsvereinigung betonte, dass während der Prüfung dieser Entwürfe im parlamentarischen Finanzausschuss einige Vorschläge der Geschäftswelt berücksichtigt wurden, insbesondere bei der Überarbeitung der Entwürfe zur Besteuerung digitaler Plattformen und der Abschaffung der MwSt-Befreiungen für den Import von Waren. Die Geschäftswelt wird den weiteren Verlauf dieser Initiativen im Obersten Rat aufmerksam verfolgen.

„Insgesamt ist die Geschäftswelt der Vereinigung daran interessiert, effektive Lösungen zur Reduzierung des Schattensektors und zur Gewährleistung einer gerechten Steuerlast zu finden. Insbesondere im Kontext von Gesetzesinitiativen, die verhindern sollen, dass das vereinfachte Steuersystem zur Steuervermeidung genutzt wird. Die Vereinigung unterstützt konsequent die Maßnahmen der Regierung, die darauf abzielen, gleiche Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen zu schaffen, die Vorhersehbarkeit des steuerlichen und regulatorischen Umfelds zu erhöhen und Mechanismen zur Bekämpfung der Schattenwirtschaft ohne übermäßigen Druck auf ehrliche Steuerzahler zu entwickeln. Ein offener und systematischer Dialog zwischen der Regierung und der Geschäftswelt wird zur Verabschiedung ausgewogener Entscheidungen beitragen, die fiskalische Effizienz mit einem günstigen Geschäftsklima verbinden“, heißt es in der Erklärung der Europäischen Wirtschaftsvereinigung.

Es sei daran erinnert, dass die Europäische Wirtschaftsvereinigung zuvor gegen die Pläne des Ministeriums für Wirtschaft zur Reorganisation des Staatlichen Geologie- und Bodendienstes durch die Schaffung einer Staatlichen Agentur für Naturnutzung Stellung bezogen hat.