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Europäische Kommission fordert Erklärungen von Ungarn zu Gesprächen von Szijjártó mit Lawrow

Die Europäische Kommission hat angekündigt, Erklärungen von Ungarn bezüglich der jüngsten Gespräche des ungarischen Außenministers Peter Szijjártó mit dem russischen Minister Sergej Lawrow zu verlangen.

Die Europäische Kommission, vertreten durch die Hauptsprecherin Paula Pinho, hat während einer Pressekonferenz in Brüssel am Donnerstag angekündigt, dass sie von Ungarn eine Erklärung zu den kürzlich geführten Gesprächen zwischen dem ungarischen Außenminister Peter Szijjártó und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow verlangen wird. Diese Forderung folgt auf besorgniserregende Enthüllungen, die von investigativen Journalisten veröffentlicht wurden und die Möglichkeit einer Koordination zwischen der ungarischen Regierung und Russland aufzeigen, die aktiv gegen die Sicherheit und die Interessen der Europäischen Union sowie ihrer Bürger agiert.

Paula Pinho betonte, dass die jüngsten Enthüllungen ernsthafte Bedenken aufwerfen und die ungarische Regierung dringend aufgefordert werden sollte, ihre Position zu klären. "Das verursacht außergewöhnliche Besorgnis", sagte sie und hob die Dringlichkeit der Situation hervor. Die Europäische Kommission zeigt damit, dass sie mögliche Bedrohungen, die mit den Handlungen Ungarns verbunden sind, nicht ignorieren wird.

Zusätzlich kündigte die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, an, dass sie dieses Thema auf dem bevorstehenden Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten zur Sprache bringen wird. Dies unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Lage und die Entschlossenheit der Kommission, auf die Entwicklungen zu reagieren.

Die Informationen über die Telefonate zwischen Szijjártó und Lawrow wurden durch Audioaufnahmen bekannt, die von investigativen Journalisten von VSquare.org veröffentlicht wurden. In diesen Gesprächen bot der ungarische Außenminister seinem russischen Kollegen an, ein Dokument bezüglich des Beitritts der Ukraine zur Europäischen Union zu übermitteln, was unter europäischen Politikern auf Empörung stieß.

Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot bezeichnete die Position Ungarns als "Verrat an der Solidarität der EU" und betonte, dass solche Handlungen die Einheit der Europäischen Union gefährden könnten, insbesondere in einer Zeit, in der es wichtig ist, eine gemeinsame Haltung gegenüber Russland zu wahren. Er äußerte Besorgnis darüber, dass die ungarische Regierung möglicherweise im Interesse Moskaus und nicht im Interesse der Europäischen Union handelt.

Darüber hinaus äußerte der polnische Regierungschef Donald Tusk sein Entsetzen über die Situation und erklärte, dass die Informationen über die Übermittlung sensibler EU-Daten von Budapest an Moskau über die ungarische Botschaft "tatsächlich schockierend" seien. Dies verdeutlicht die Ernsthaftigkeit der Situation und die Notwendigkeit dringender Maßnahmen seitens der Europäischen Kommission zum Schutz der Interessen der EU.

Angesichts dieser Ereignisse müssen die europäischen Führer sorgfältig prüfen, wie sie auf die Handlungen Ungarns reagieren, um Sicherheit und Stabilität in der Region zu gewährleisten. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass alle EU-Mitgliedstaaten in Einheit und Solidarität handeln, insbesondere angesichts der Bedrohungen durch Russland.

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