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Sprengstoff am Gasrohr Türkischer Strom: Orbán besucht serbisch-ungarische Grenze

Am Montag, den 6. April, besuchte der ungarische Premierminister Viktor Orbán die serbisch-ungarische Grenze, um den Gaspipeline Türkischer Strom zu inspizieren, an dem zuvor Sprengstoff gefunden wurde. Dieser Besuch war eine Reaktion auf die ernsthafte Bedrohung, die durch die Entdeckung explosiver Geräte in unmittelbarer Nähe zu einem wichtigen Energieobjekt entstanden ist.

Am Montag, den 6. April, reiste der ungarische Premierminister Viktor Orbán zur serbisch-ungarischen Grenze, um sich ein Bild von der Situation rund um die Gaspipeline Türkischer Strom zu machen. Diese Maßnahme folgt der alarmierenden Entdeckung von Sprengstoff, der in der Nähe dieser kritischen Energieinfrastruktur gefunden wurde. Orbáns Besuch unterstreicht die Dringlichkeit und Schwere der Bedrohung, die durch die explosive Funde entstanden ist.

Begleitet wurde Orbán von dem ungarischen Außenminister Péter Szijjártó, der ebenfalls an der Inspektion der Gaspipeline teilnahm. Orbán betonte, dass Budapest gezwungen war, militärische Sicherheitsmaßnahmen für den ungarischen Teil der Pipeline zu ergreifen, was die Ernsthaftigkeit der Situation verdeutlicht. Diese Sicherheitsvorkehrungen sind notwendig, um die Integrität der Energieversorgung Ungarns zu gewährleisten.

In einer Live-Übertragung von der Grenze hob Orbán hervor, dass die Energieversorgung Ungarns gefährdet ist, sollte die Gasleitung Türkischer Strom blockiert werden. Er bezeichnete diese Pipeline als „Nabelschnur“ der ungarischen Wirtschaft und betonte deren zentrale Rolle für die wirtschaftliche Stabilität des Landes. „Wenn die Ukrainer das russische Gas blockieren, das durch die Ukraine fließt, konnten wir diese Pipeline in Betrieb nehmen und ihre Kapazität erhöhen. Obwohl wir unter einer ukrainischen Gasblockade stehen, sind wir dennoch in der Lage, Ungarn mit Gas und damit mit Energie zu versorgen. Daher ist diese Pipeline von so großer Bedeutung; wenn sie durchtrennt wird, wird die ungarische Wirtschaft zum Stillstand kommen“, erklärte Orbán in seiner Ansprache.

Am 5. April informierte der serbische Präsident Aleksandar Vučić darüber, dass in der Gemeinde Kanizsa, in der Nähe einer Gasinfrastruktur, die sein Land mit Ungarn verbindet, explosive Geräte entdeckt wurden. Er berichtete von zwei großen Sprengstoffpaketen mit Zündern. Vučić informierte auch Premierminister Orbán über den Vorfall, was die Dringlichkeit der Lage unterstreicht.

In Reaktion auf diese Bedrohung berief Orbán eine Sitzung des nationalen Verteidigungsrates ein, um die Bedeutung der Sicherheit der Energieinfrastruktur für Ungarn zu betonen. Am selben Tag versicherte der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Georgij Tichij, dass Kiew in keiner Weise mit dem gefundenen Sprengstoff in Verbindung stehe. Er äußerte zudem die Vermutung, dass Russland möglicherweise hinter diesem Vorfall stecken könnte.

Tichij ist der Ansicht, dass es sich wahrscheinlich um eine russische Operation unter falscher Flagge handelt, die im Rahmen von Moskaus Einflussnahme auf die Wahlen in Ungarn durchgeführt wurde. Am 6. April wurde in Serbien erklärt, dass die Ukraine nicht für das Legen von Sprengstoff in der Nähe der Gasleitung Türkischer Strom verantwortlich ist, was erneut die Spannungen in der Region und die Bedeutung diplomatischer Beziehungen zwischen den Ländern verdeutlicht.

Diese Situation bereitet nicht nur Ungarn und Serbien, sondern ganz Europa Sorgen, da die Sicherheit der Energiewege entscheidend für die Stabilität der Regionen ist, die auf Gaslieferungen angewiesen sind. Angesichts der zunehmenden Spannungen auf internationaler Ebene können solche Vorfälle weitreichende Folgen für die Energiepolitik und die Sicherheit in Europa haben.