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Wladimir Selensky besucht Syrien erstmals nach dem Sturz des Assad-Regimes

Der Präsident der Ukraine, Wladimir Selensky, hat seinen ersten offiziellen Besuch in der syrischen Hauptstadt Damaskus nach dem Sturz des Regimes von Bashar al-Assad absolviert. Dies wurde von der syrischen Nachrichtenagentur Sana berichtet und unterstreicht die Bedeutung dieses Ereignisses für beide Länder.

Der Präsident der Ukraine, Wladimir Selensky, hat seinen ersten offiziellen Besuch in der syrischen Hauptstadt Damaskus nach dem Sturz des Regimes von Bashar al-Assad absolviert. Dies wurde von der syrischen Nachrichtenagentur Sana berichtet und unterstreicht die Bedeutung dieses Ereignisses für beide Länder.

Nach Informationen, die auf dem Telegram-Kanal des Präsidenten veröffentlicht wurden, wurde Selensky am internationalen Flughafen von Damaskus von dem syrischen Außenminister Assad Hasan al-Shaibani empfangen. In seiner Mitteilung betonte der Präsident: "Heute in Damaskus. Wir setzen unsere aktive ukrainische Diplomatie für echte Sicherheit und wirtschaftliche Zusammenarbeit fort. Vor uns liegen wichtige Treffen - mehrere substanzielle Formate sind vorbereitet. Jedes Volk, jede Region verdient ein friedliches Leben." Zudem veröffentlichte er ein kurzes Video aus Damaskus, das die Bedeutung seines Besuchs unterstreicht.

Dieser Besuch findet im Kontext der jüngsten diplomatischen Bemühungen der Ukraine in der Region statt. Am 4. April 2025 besuchte Selensky Istanbul, wo er sich mit dem Präsidenten der Türkei, Recep Tayyip Erdoğan, und dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios traf. Dies zeugt von einer Intensivierung der Außenpolitik der Ukraine im Nahen Osten.

Es ist erwähnenswert, dass am 24. September 2025 die Ukraine und Syrien ein gemeinsames Kommuniqué über die Wiederherstellung diplomatischer Beziehungen unterzeichneten, was einen wichtigen Schritt zur Wiederbelebung der Zusammenarbeit zwischen den Ländern darstellt. Dieser Prozess begann, nachdem Selensky am 9. Dezember 2024 erklärte, dass das Regime des syrischen Diktators Bashar al-Assad gestürzt worden sei, da es in Syrien "keine echten russischen Truppen" gebe.

Am 30. Dezember 2024 führte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiga Gespräche mit dem neuen syrischen Führer Ahmad al-Sharaa, dem Premierminister Mohamed al-Bashir und dem Außenminister Assad Hasan al-Shaibani in Damaskus. Während dieser Treffen gratulierte Sybiga der neuen Regierung zum Sieg der syrischen Revolution und übermittelte eine persönliche Botschaft des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selensky, in der es um die Bereitschaft der Ukraine ging, das syrische Volk zu unterstützen und zu helfen.

Insbesondere stellte die Ukraine humanitäre Hilfe bereit, indem sie 500 Tonnen Mehl nach Syrien sendete, das für 3000 Familien bestimmt war. Diese Hilfe ist ein wichtiger Teil der Bemühungen der Ukraine, die Stabilität in der Region zu unterstützen.

Darüber hinaus betonte der ukrainische Außenminister, dass das Land zur Zerschlagung der russischen Präsenz in Syrien aufruft, da dies zur Stabilität im gesamten Nahen Osten und in Afrika beitragen würde. Somit ist der Besuch Selenskys in Syrien nicht nur ein symbolischer, sondern auch ein praktischer Schritt zur Stärkung der bilateralen Beziehungen und zur Förderung des Friedens in der Region.