Innerer Stress kann das Gedächtnis älterer chinesisch-amerikanischer Bürger verschlechtern
Eine neue Studie der Rutgers University zeigt, dass innerer Stress bei älteren chinesisch-amerikanischen Bürgern zu einem schnelleren Gedächtnisverlust führen kann. Diese Erkenntnisse verdeutlichen die Notwendigkeit, den emotionalen Zustand dieser oft übersehenen Bevölkerungsgruppe besser zu verstehen.
Innerer Stress, der bei älteren chinesisch-amerikanischen Bürgern festgestellt wurde, könnte der Grund für ein beschleunigtes Gedächtnisverschlechterung sein. Die Ergebnisse einer Untersuchung, die von Fachleuten der Rutgers University durchgeführt wurde, heben die Bedeutung hervor, den emotionalen Zustand dieser Bevölkerungsgruppe zu verstehen, die häufig in der wissenschaftlichen Forschung vernachlässigt wird.
Die Studie, die im The Journal of Prevention of Alzheimer’s Disease veröffentlicht wurde, konzentrierte sich auf ältere Menschen mit chinesischen Wurzeln, die über 60 Jahre alt sind. Diese Bevölkerungsgruppe, die in den USA schnell wächst, wird selten Gegenstand solcher Untersuchungen. Die Autorin der Studie, Michelle Chen, betonte, dass das Wachstum der Zahl älterer asiatischer Amerikaner eine tiefere Analyse der Risikofaktoren erfordere, die zu Gedächtnisverschlechterung führen können.
Besonderes Augenmerk wurde in der Studie auf ein Phänomen gelegt, das als „innerer Stress“ bezeichnet wird. Dies beschreibt eine Situation, in der eine Person ihre Gefühle nicht ausdrückt, sondern sie stattdessen ansammelt. Im Laufe der Zeit kann dies zu einem anhaltenden Gefühl der Hoffnungslosigkeit führen, das, wie die Wissenschaftler anmerken, mit Veränderungen in der Gehirnfunktion verbunden ist.
Die Forscher weisen auch darauf hin, dass kulturelle Erwartungen diesen negativen Einfluss verstärken können. Stereotypen über die „vorbildliche Minderheit“, die asiatische Amerikaner als immer erfolgreich und widerstandsfähig darstellen, können es ihnen erschweren, Hilfe bei emotionalen Schwierigkeiten zu suchen. Für ältere Einwanderer, die oft mit Sprachbarrieren, sozialer Isolation und der Notwendigkeit, sich an eine neue kulturelle Umgebung anzupassen, konfrontiert sind, werden diese Faktoren noch relevanter.
Michelle Chen stellte fest, dass Stress und das Gefühl der Hoffnungslosigkeit häufig bei älteren Menschen unbemerkt bleiben, jedoch erhebliche Auswirkungen auf das Altern des Gehirns haben können. Sie betonte auch, dass diese Zustände veränderbar sind und die Ergebnisse der Studie als Grundlage für die Entwicklung kulturell angepasster Stressbewältigungsprogramme dienen könnten.
Das Forschungsteam analysierte Daten aus der Population Study of Chinese Elderly, der größten Umfrage unter älteren chinesisch-amerikanischen Bürgern, an der über 1500 Personen aus der Region Chicago teilnahmen. Die Interviews wurden zwischen 2011 und 2017 durchgeführt.
Im Rahmen der Studie untersuchten die Wissenschaftler drei Schlüsselfaktoren: inneren Stress, Gemeinschaftszusammenhalt und externe Stressbewältigungsmechanismen. Die Ergebnisse der Analyse zeigten, dass insbesondere innerer Stress, der sich als Gefühl der Hoffnungslosigkeit oder der Neigung zur Ansammlung von Erfahrungen äußert, eng mit einer Abnahme des Gedächtnisses verbunden ist. Andere Faktoren wie Gemeinschaftszusammenhalt oder externe Stressbewältigungsmechanismen zeigten keinen signifikanten Einfluss.
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