Ukrainische Marine bestätigt Einsatz schwedischer Hochtechnologie-Raketen bei Angriff auf Bohrplattform
Die ukrainischen Marinekräfte haben kürzlich moderne schwedische Anti-Schiff-Raketen eingesetzt, um eine von russischen Truppen kontrollierte Bohrplattform im Schwarzen Meer zu zerstören.
Die ukrainischen Marinekräfte haben kürzlich moderne schwedische Anti-Schiff-Raketen eingesetzt, um eine von russischen Truppen kontrollierte Bohrplattform im Schwarzen Meer zu zerstören. Dies wurde am Montag von der offiziellen militärischen Pressestelle in Kiew bekannt gegeben.
Ein Video, das von den ukrainischen Marinekräften am späten Montagabend veröffentlicht wurde, zeigt Aufnahmen, auf denen mindestens zwei raketenförmige Objekte die Plattform "Siwash" treffen und explodieren. Diese selbstaufsteigende Bohranlage befindet sich etwa 60 bis 80 Kilometer nordwestlich der Krimküste. Russische Streitkräfte hatten diese verlassene Bohrplattform zur Überwachung des Luftraums, für elektronische Kriegsführung und als Plattform für die Luftverteidigung genutzt.
Die bearbeitete ukrainische Videoaufnahme hat eine Länge von drei Minuten und zeigt den nächtlichen Start von zwei Raketen sowie die gewaltigen Explosionen auf dem Hauptdeck der Plattform. Weitere Aufnahmen, die mit Drohnen aus der Luft und vom Meer aus aufgenommen wurden, zeigen, wie ukrainische "Kamikaze"-Roboterboote und FPV-Drohnen während eines erbitterten nächtlichen Seegefechts diesen Bereich angreifen.
Nach Angaben der ukrainischen Marinekräfte wurden die Angriffe mit den RBS-15 (Robotsystem 15) Gungir-Raketen durchgeführt, die von der schwedischen Firma Saab Bofors Dynamics entwickelt wurden. Sowohl russische als auch ukrainische Militärmedien bestätigten am Dienstag, dass die schwedische Rakete in diesem Gefecht eingesetzt wurde.
Laut Informationen des Unternehmens SAAB hat die Rakete eine Länge von 4,35 Metern, kann von Schiffen, Luft- oder Bodenplattformen gestartet werden, wiegt etwa 650 Kilogramm, erreicht eine Geschwindigkeit von etwas weniger als Mach 1.0 (Schallgeschwindigkeit) und trifft ihr Ziel unter Verwendung eines inertialen Navigationssystems (INS), GPS und aktiver Radarführung in der Endphase.
Die Funktion „Feuer und Vergessen“ bedeutet, dass diese Systeme nach dem Start vollständig autonom sind und keine Steuerung durch den Operator benötigen. Dies macht sie besonders effektiv in Situationen, in denen eine schnelle Reaktion von entscheidender Bedeutung ist.
Nach Unternehmensinformationen ist die RBS-15-Rakete für den Einsatz unter schwierigen Küsten- oder offenen Meeresbedingungen optimiert und mit moderner Avionik ausgestattet, einschließlich integrierter Mittel zur elektronischen Gegenmaßnahmen (ECCM).
Der Angriff auf die Bohrplattform ist Teil einer umfassenderen Strategie der Ukraine zur Bekämpfung der russischen Militärkräfte im Schwarzen Meer, wo die Kontrolle über Seewege und Ressourcen für beide Seiten von entscheidender Bedeutung ist. Die ukrainischen Marinekräfte verbessern weiterhin ihre Fähigkeiten, indem sie modernste Technologien und Taktiken einsetzen, um ihre Interessen in der Region zu schützen.