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Wissenschaftler entdecken Verwundbarkeit von Superbakterien dank einzigartiger Zuckermoleküle

Wissenschaftler haben möglicherweise eine kritische Verwundbarkeit von lebensbedrohlichen Superbakterien entdeckt, die gegen die meisten modernen Antibiotika resistent sind. Diese Entdeckung basiert auf einer Studie, die im Fachjournal Nature Chemical Biology veröffentlicht wurde.

Wissenschaftler haben möglicherweise eine kritische Verwundbarkeit von lebensbedrohlichen Superbakterien entdeckt, die gegen die meisten modernen Antibiotika resistent sind. Diese Entdeckung basiert auf einer Studie, die im Fachjournal Nature Chemical Biology veröffentlicht wurde, in der eine einzigartige Zuckermolekül beschrieben wird, das sich auf der äußeren Oberfläche bakterieller Zellen befindet.

Die Herausforderung im Kampf gegen gramnegative Bakterien wie Acinetobacter baumannii, Helicobacter pylori und Campylobacter jejuni liegt in ihrer Fähigkeit, sich vor dem menschlichen Immunsystem zu tarnen. Diese Bakterien nutzen eine sogenannte "Zuckerhülle", die die Struktur menschlicher Zellen imitiert und es den Mikroben ermöglicht, für die Abwehrmechanismen des Körpers unsichtbar zu bleiben. Forscher haben jedoch entdeckt, dass in dieser Hülle eine spezifische Pseudoamino-Säure (Pse) enthalten ist. Dieses Zuckermolekül ist ausschließlich in Bakterien zu finden und kommt im menschlichen Körper nicht vor, was es zu einem idealen Ziel für neue Therapien macht.

Ein Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Ethan Goddard-Borger vom Walter und Eliza Hall Institute of Medical Research in Australien konnte Pse-Moleküle unter Laborbedingungen synthetisieren. Auf Basis dieser Moleküle wurden monoklonale Antikörper entwickelt – spezielle Proteine, die als hochpräzises Leitsystem fungieren. Diese Antikörper markieren die Bakterien, wodurch sie für die Immunzellen des Körpers "sichtbar" werden, was die Effektivität im Kampf gegen Infektionen erheblich steigert.

Die Wirksamkeit der neuen Methode wurde in Experimenten an Mäusen getestet, die mit einem besonders gefährlichen Stamm von A. baumannii infiziert waren. Die Ergebnisse der Studie waren beeindruckend: Alle Versuchstiere, die keine Therapie erhielten, starben innerhalb eines Tages. In der Gruppe, in der die neuen Antikörper eingesetzt wurden, betrug die Überlebensrate während des gesamten Beobachtungszeitraums 100 %. Das Immunsystem der Nagetiere war in der Lage, die markierten Krankheitserreger selbstständig zu erkennen, zu phagozytieren und zu zerstören, was auf die hohe Effektivität der neuen Therapie hinweist.

Ein wesentlicher Vorteil dieser Therapie ist ihre Selektivität. Da das Pse-Molekül in menschlichen Geweben nicht vorkommt, greifen die Antikörper ausschließlich die Krankheitserreger an, ohne gesunde Zellen zu schädigen. Dies eröffnet Perspektiven für die Entwicklung von Impfstoffen der nächsten Generation sowie von Notfallpräventionsmitteln für Patienten in Krankenhäusern, in denen das Risiko einer Infektion mit Superbakterien am höchsten ist.

Trotz des Erfolgs betonen die Wissenschaftler die Notwendigkeit weiterer Forschungen. Der nächste Schritt wird die "Humanisierung" der Antikörper sein, um deren sichere Anwendung beim Menschen zu gewährleisten. Darüber hinaus ist es wichtig zu überprüfen, wie verbreitet dieser spezifische Zucker unter verschiedenen klinischen Bakterienstämmen ist. Sollte es gelingen, einen ähnlichen Effekt beim Menschen nachzuweisen, könnte die Medizin eine mächtige Waffe gegen Infektionen erhalten, die zuvor als unheilbar galten.

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