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Wissenschaftler entdecken die älteste Fossilie einer Reptilie mit Rippenatmung

Forscher der Universität Toronto haben kürzlich eine bemerkenswerte Entdeckung in den USA gemacht, als sie eine mumifizierte Fossilie einer Reptilie fanden, die das älteste bekannte Beispiel für Rippenatmung bei Amnioten darstellt.

Forscher der Universität Toronto haben kürzlich eine bemerkenswerte Entdeckung in den USA gemacht, als sie eine mumifizierte Fossilie einer Reptilie fanden, die das älteste bekannte Beispiel für Rippenatmung bei Amnioten – vierbeinigen Wirbeltieren – darstellt. Diese Entdeckung eröffnet neue Horizonte für das Verständnis der Evolution der Atmungssysteme bei Tieren.

Die Studie, die von den Wissenschaftlern durchgeführt wurde, beschreibt ein Atemsystem, das durch seine Erhaltung beeindruckt, bei einer kleinen echsenartigen Kreatur, die als Captorhinus aguti bekannt ist und im frühen Perm lebte. Diese Reptilie wurde in Höhlensystemen in der Nähe von Richards Spur entdeckt, wo die einzigartigen Bedingungen es ermöglichten, dass die Fossilie in der Todespose erhalten blieb, was ein seltenes Phänomen in der Paläontologie darstellt.

Das Wesen, das nur wenige Zentimeter lang war, bewahrte nicht nur seine Knochen, sondern auch Haut, verkalkten Knorpel und Reste von Proteinen. Diese organischen Moleküle sind fast 100 Millionen Jahre älter als das zuvor älteste bekannte Beispiel, das bei einem Dinosaurier gefunden wurde, was diese Entdeckung äußerst wertvoll für die Wissenschaft macht.

Der Mitautor der Studie, Ethan Muni, bemerkte: „Die Entdeckung von Proteinresten ist außergewöhnlich und erweitert unser Verständnis dessen, was in Bezug auf die Erhaltung von Weichgewebe im Fossilienbestand möglich ist, erheblich.“ Diese Entdeckung bestätigt nicht nur Theorien über die Evolution der Atmungssysteme, sondern wirft auch neue Fragen darüber auf, wie genau diese Gewebe über Millionen von Jahren erhalten bleiben konnten.

Die Wissenschaftler verwendeten die Neutronen-Computertomographie, um die innere Struktur des Steins zu untersuchen und die schuppige Haut mit gewellter Textur zu entdecken, die den Körper und den Hals des Tieres umhüllte. Das Team untersuchte drei Proben von Captorhinus, was es erstmals ermöglichte, das vollständige Atmungssystem eines frühen Amnioten zu rekonstruieren. Paläontologen konnten die segmentierte knorpelige Brustbeinstruktur, die Brust- und Zwischenrippen sowie die Strukturen identifizieren, die den Brustkorb mit dem Schultergürtel verbinden.

Professor Robert R. Rice, einer der Autoren der Studie, äußerte die Vermutung: „Wir nehmen an, dass das bei Captorhinus gefundene System einen urtümlichen Zustand für die Art der Rippenatmung darstellt, die bei modernen Reptilien, Vögeln und Säugetieren vorhanden ist.“ Diese Entdeckung deutet darauf hin, dass die Evolution der Atmungssysteme bei Tieren durch bedeutende Veränderungen geprägt war, die es ihnen ermöglichten, sich an verschiedene Lebensbedingungen anzupassen.

Vor der Evolution dieses Systems dominierte die Strategie der Amphibien, die hauptsächlich durch die Haut atmeten und Luft durch Mund und Rachen pumpen. Später, mit der Entwicklung der Rippenaspirationsatmung, begannen die Muskeln zwischen den Rippen, den Brustraum zu dehnen und zu komprimieren, was einen viel leistungsfähigeren Gasaustausch ermöglichte. Diese neue Atmung erlaubte es den Tieren, mehr Sauerstoff einzuatmen und mehr Kohlendioxid auszuscheiden, was einen wichtigen Schritt in ihrer Evolution darstellte.

Bis heute werden die gefundenen Fossilien im Royal Ontario Museum in Toronto aufbewahrt, wo sie weiterhin untersucht werden. Die Ergebnisse dieser wichtigen Studie wurden in der renommierten Zeitschrift Nature veröffentlicht, was ihre Bedeutung für die Wissenschaft unterstreicht.