Wichtige Entdeckung einer chinesisch-usbekischen Archäologie-Expedition an der Seidenstraße
Eine chinesisch-usbekische Archäologie-Expedition hat kürzlich eine bedeutende Entdeckung gemacht, während sie eine etwa 3000 Jahre alte Stadt an der legendären Seidenstraße erforschte.
Die Stadt, bekannt unter dem Namen Bandykhan II, befindet sich in der Surxondaryo-Region im Süden Usbekistans, einem Gebiet, das seit langem als wahre Schatzkammer der Antike gilt. Die aktiven Ausgrabungen des Komplexes, dessen Fläche mehr als 10.000 Quadratmeter beträgt, begannen erst im Jahr 2023. Bis heute konnten die Archäologen ein Areal von etwa 300 Quadratmetern im östlichen Teil der Stadt untersuchen.
Im Rahmen ihrer Arbeit entdeckten sie eine gut erhaltene Verteidigungsmauer in trapezförmiger Form sowie eine Gruppe von miteinander verbundenen Räumen. In einem der Räume fanden die Archäologen eine Nische für eine Lampe, die Spuren mehrfacher Nutzung aufwies. Dies deutet darauf hin, dass dieser Ort möglicherweise als Schlafplatz diente. Die gefundenen Artefakte, darunter Fragmente von Keramiken, Krügen und Schalen, ermöglichten es den Wissenschaftlern, die Siedlung als Teil der Yaz-Kultur zu identifizieren, die für die frühe Eisenzeit des antiken Baktrien charakteristisch ist.
Zusätzlich zu den keramischen Gefäßen entdeckten die Forscher zahlreiche Steinwerkzeuge, wie Mühlsteine, Stößel und Mörser, die auf eine entwickelte Getreideverarbeitung in dieser Region hinweisen. Auch wurden bronzene Pfeilspitzen, Messer und Muschelprodukte gefunden. Obwohl Bandykhan II gemeinsame Merkmale mit anderen Stätten dieser Zeit aufweist, zeichnet es sich durch das Fehlen von halbrunden Verteidigungstürmen aus, was seiner architektonischen Planung eine Einzigartigkeit verleiht.
Diese Entdeckung liefert den Wissenschaftlern entscheidende Beweise für das Verständnis der Evolution von Architektur und Lebensweise der ersten Stadtstaaten Zentralasiens während des Übergangs von der Bronze- zur Eisenzeit. Die Untersuchung solcher Objekte wie Bandykhan II trägt dazu bei, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, wie sich die Zivilisation in dieser strategisch wichtigen Region entwickelte.
Angesichts der beeindruckenden Ergebnisse der ersten Saison der Ausgrabungen planen die Archäologen, in den kommenden Jahren ihre Arbeitszone erheblich zu erweitern. Dies wird es ihnen ermöglichen, das volle Potenzial dieses einst blühenden Handelszentrums zu erschließen, das zweifellos eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Handels und der kulturellen Verbindungen entlang der Seidenstraße gespielt hat.