In Uman wurde ein Betrugsschema zur Unterschlagung von Haushaltsmitteln während der Wiederherstellung eines durch einen Raketenangriff zerstörten Hauses in Höhe von 1,4 Millionen UAH aufgedeckt: Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben
Im Zuge der Wiederherstellung eines Mehrfamilienhauses in Uman, das durch einen Raketenangriff der Russischen Föderation im Jahr 2023 zerstört wurde, wurde ein Betrugsschema zur Unterschlagung von Haushaltsmitteln aufgedeckt. Die ukrainische Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den ehemaligen Direktor eines Bauunternehmens erhoben.
Im Prozess der Wiederherstellung eines Mehrfamilienhauses in Uman, das infolge eines Raketenangriffs der Russischen Föderation im Jahr 2023 erheblich beschädigt wurde, wurde ein Betrugsschema zur Unterschlagung von Haushaltsmitteln aufgedeckt. Dies berichtet das Büro des Generalstaatsanwalts der Ukraine und hebt hervor, dass während der Durchführung der Wiederherstellungsarbeiten schwerwiegende Verstöße festgestellt wurden, die mit der Fälschung von Dokumenten in Verbindung stehen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat der ehemalige Direktor eines Bauunternehmens ein Schema organisiert, das es ihm ermöglichte, Gelder zu unterschlagen, die für die Wiederherstellung des beschädigten Hauses bereitgestellt wurden. Die Ermittlungen ergaben, dass das Unternehmen im November 2023 und Dezember 2024 Verträge zur Durchführung von Arbeiten über eine Ausschreibung abgeschlossen hatte, jedoch der Direktor des Unternehmens die Protokolle über die durchgeführten Arbeiten fälschte, indem er die tatsächlich geleisteten Arbeiten überbewertete.
Es ist zu beachten, dass ein Teil der Arbeiten entweder gar nicht ausgeführt oder nur teilweise abgeschlossen wurde. Trotz dieser Mängel unterzeichnete der Direktor Dokumente, die die Durchführung der Arbeiten bescheinigten, und setzte das Siegel des Unternehmens darauf. Dies bildete die Grundlage für die anschließende Überweisung von Haushaltsmitteln an den Auftragnehmer, was laut Staatsanwaltschaft im Zeitraum von April bis Dezember 2024 geschah.
Durch Gutachten wurde festgestellt, dass das Unternehmen aufgrund der Überbewertung der ausgeführten Arbeiten illegal mehr als 1,4 Millionen Hrywnja erhalten hat, was dem Staatshaushalt erheblichen Schaden zufügte. In diesem Zusammenhang wurde dem ehemaligen Direktor Anklage gemäß Teil 5 des Artikels 191 des Strafgesetzbuchs der Ukraine erhoben, der die Verantwortung für die Unterschlagung von Haushaltsmitteln durch Missbrauch von Amtsgewalt in besonders großem Umfang während des Kriegszustands vorsieht. Darüber hinaus wird ihm auch Teil 1 des Artikels 366 des Strafgesetzbuchs der Ukraine vorgeworfen, der die Einbringung wissentlich falscher Informationen in offizielle Dokumente betrifft.
Im Rahmen der Ermittlungen wurde auch ein technischer Aufsichtingenieur beschuldigt, der laut Ermittlungen Dienstpflichtverletzungen begangen hat, die zu schweren Folgen führten. Ihm wird Teil 2 des Artikels 367 des Strafgesetzbuchs der Ukraine vorgeworfen.
Es sei daran erinnert, dass die ukrainische Regierung im Juni 2025 41,5 Millionen Hrywnja für die Wiederherstellung des Mehrfamilienhauses in Uman bereitgestellt hat, das am 28. April 2023 durch einen Raketenangriff beschädigt wurde. Stand Februar 2025 dauerten die Arbeiten zur Verputzung der Wände und zur Verlegung des Fußbodens an. Wie der Direktor des regionalen Bauamtes, Rostyslav Yevmyna, anmerkte, stieg der Gesamtkostenrahmen für die Wiederherstellungsarbeiten von 71,8 Millionen Hrywnja auf 91,5 Millionen Hrywnja aufgrund einer Erhöhung des Arbeitsumfangs.
In den letzten zwei Jahren wurden aus dem staatlichen und lokalen Haushalt für diese Arbeiten über 45 Millionen Hrywnja bereitgestellt. Gleichzeitig wurden im vergangenen Jahr 26 Millionen 600 Tausend Hrywnja aufgrund des Abschlusses des Haushaltsjahres in den Staatshaushalt zurückgeführt.
Das Mehrfamilienhaus in Uman wurde am Morgen des 28. April 2023 durch einen Raketenangriff der russischen Armee zerstört. Eine der Raketen traf das neunstöckige Gebäude, was zum Tod von 24 Personen führte, darunter sechs Kinder. Diese Tragödie löste in der Gesellschaft breite Resonanz und Empörung aus und intensivierte die Bemühungen des Staates zur Wiederherstellung der zerstörten Infrastruktur.