In der Ukraine steigt die Anzahl der Tollwutfälle, unter anderem aufgrund der Folgen des Krieges
Mit dem Beginn des Frühlings steigt in der Ukraine das Risiko, mit wilden und streunenden Tieren in Kontakt zu kommen. Dies berichtet das Zentrum für öffentliche Gesundheit (ZPH) in einem Beitrag auf Facebook.
Mit dem Beginn des Frühlings wird in der Ukraine ein Anstieg des Risikos beobachtet, dass Menschen mit wilden und streunenden Tieren in Kontakt kommen. Das Zentrum für öffentliche Gesundheit (ZPH) informierte darüber in einem Facebook-Beitrag, der von Ukrinform weitergegeben wurde. Laut den Fachleuten suchen Tiere nach der Winterzeit aktiver nach Nahrung und nähern sich häufiger menschlichen Siedlungen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Menschen auf potenziell gefährliche Tiere treffen.
Gleichzeitig erschweren die Folgen des umfassenden Krieges in der Ukraine, wie die Verringerung der Impfquote bei Tieren und die Zunahme der Anzahl von verlassenen Tieren, die Situation zusätzlich. All dies erhöht, so das ZPH, das Risiko einer Infektion mit Tollwut – einer tödlichen Viruskrankheit, die jedoch verhindert werden kann, wenn rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden.
Wie das Zentrum für öffentliche Gesundheit anmerkt, ist in den letzten Jahren ein Anstieg der Meldungen von Bürgern über Bisse oder Kontakte mit Tieren zu beobachten, die möglicherweise mit Tollwut infiziert sind. Im Jahr 2023 wurden 1845 Meldungen registriert, im Jahr 2024 waren es 2507 Meldungen und im Jahr 2025 wurden 2531 Meldungen verzeichnet. Diese Zahlen zeigen die wachsende Besorgnis der Bevölkerung über die Sicherheit im Umgang mit Tieren.
Darüber hinaus werden auch Tollwutfälle unter Menschen registriert. Im Jahr 2023 wurde ein Fall von Tollwut dokumentiert, in den Jahren 2024 und 2025 jeweils zwei Fälle und im Jahr 2026 bis zum 1. März ein weiterer Fall. "Alle Fälle endeten leider mit dem Tod der Patienten", berichtete das ZPH und betonte die Ernsthaftigkeit der Situation.
Für diejenigen, die möglicherweise gefährdet sind, steht eine Liste von medizinischen Einrichtungen in den Regionen zur Verfügung, wo eine Impfung gegen Tollwut erhalten werden kann. Dies ist eine wichtige Information für die Bevölkerung, da eine rechtzeitige Impfung Leben retten kann.
Tollwut ist eine akute Viruskrankheit, die das zentrale Nervensystem von Menschen und Tieren angreift. Nach dem Auftreten von Symptomen führt sie immer zum Tod, was eine rechtzeitige medizinische Hilfe kritisch wichtig macht. Das Virus wird durch den Speichel eines infizierten Tieres übertragen: beim Biss, durch Kratzer oder durch den Kontakt von Speichel mit Schleimhäuten oder geschädigter Haut.
Die Entwicklung der Krankheit kann verhindert werden, wenn man nach dem Kontakt mit einem potenziell infizierten Tier rechtzeitig medizinische Hilfe in Anspruch nimmt. Selbst wenn der Biss geringfügig erscheint, kann nur ein Arzt das Risiko bewerten. Im Falle einer Verordnung eines Kurses zur Tollwutimpfung, der aus fünf Dosen über 28 Tage besteht, muss dieser vollständig durchgeführt werden, um fatale Folgen zu vermeiden.
Angesichts dieser Fakten ist es wichtig, dass die Bevölkerung über die Gefahren der Tollwut informiert ist und die notwendigen Maßnahmen zu ihrem Schutz ergreift. Treten Sie unseren Kanälen auf Telegram, Instagram und YouTube bei, um mehr aktuelle Informationen über Gesundheit und Sicherheit zu erhalten.