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In der Ukraine wurde ein weiteres Schema aufgedeckt – 28 Männer reisten unter dem Vorwand von Musikern ins Ausland "auf Tournee"

In der Ukraine wurde eine neue Betrugsmasche aufgedeckt, bei der 28 Männer unter dem Deckmantel von Musikern ins Ausland reisten. Dies gab der Generalstaatsanwalt der Ukraine, Ruslan Krawtschenko, in seinem Telegram-Kanal bekannt.

In der Ukraine wurde eine neue Betrugsmasche aufgedeckt, bei der 28 Männer unter dem Deckmantel von Musikern ins Ausland reisten. Dies gab der Generalstaatsanwalt der Ukraine, Ruslan Krawtschenko, in seinem Telegram-Kanal bekannt. Laut Krawtschenko wurde das Schema von einer Frau organisiert, die sich als Einzelunternehmerin registriert hatte und im Kulturbereich tätig war.

Die Frau suchte gezielt Männer aus, die keine legalen Gründe für eine Ausreise ins Ausland hatten, und bot ihnen gegen eine Geldprämie, die bei 7.500 US-Dollar begann, an, sie als Mitglieder von Musikgruppen zu registrieren. Sie reichte beim Ministerium für Kultur und strategische Kommunikation Listen dieser Personen ein und behauptete, sie würden an Wohltätigkeitskonzerten im Ausland teilnehmen.

Auf Grundlage dieser Listen bereitete das Ministerium Unterstützungsschreiben vor, die an den Staatlichen Grenzschutzdienst gesendet wurden und somit die Grundlage für die Ausreise der Männer darstellten. Auf diese Weise verließen 28 Personen die Ukraine, die bis heute nicht zurückgekehrt sind. Weitere 16 Personen planten eine ähnliche Ausreise, konnten dies jedoch nicht mehr umsetzen.

Der Organisatorin dieser Masche wurde bereits in Abwesenheit der Verdacht nach Teil 3 des Artikels 332 des Strafgesetzbuches der Ukraine mitgeteilt, und sie befindet sich derzeit außerhalb des Landes. Im Rahmen der Ermittlungen wurden Durchsuchungen bei ehemaligen Mitarbeitern des Ministeriums für Kultur durchgeführt, darunter auch bei einem ehemaligen kommissarischen Minister für Kultur der Ukraine, der die entsprechenden Schreiben genehmigte, sowie bei anderen Beteiligten des Falls.

Das Büro des Generalstaatsanwalts prüft die mögliche Beteiligung von Beamten des Ministeriums an diesem kriminellen Schema. Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko betonte, dass die Nutzung staatlicher Mechanismen zur Umgehung des Gesetzes ein schwerwiegendes Vergehen darstellt: „Wenn staatliche Mechanismen als 'Dienstleistung' zur Umgehung des Gesetzes verwendet werden, hat das nichts mehr mit Kultur zu tun. Es geht um Verantwortung. Und die wird kommen“, stellte er klar.

Diese Situation ist ein weiteres Beispiel dafür, wie kriminelle Gruppen versuchen, die schwierigen Bedingungen, die in der Ukraine im Kriegszustand herrschen, auszunutzen. Wie bereits von Ukrinform berichtet, hatte die nationale Polizei der Ukraine zuvor Mitglieder einer kriminellen Gruppe festgenommen, die unter der Leitung eines kriminellen Autoritätsmitglieds standen und, laut den Ermittlungen, Ausreisen und Reservierungen ins Ausland verkauften. Dieser Vorfall unterstreicht die Bedeutung des Kampfes gegen solche Machenschaften, die die Rechtsstaatlichkeit und Ordnung im Land untergraben.

In Zeiten von Krieg und Mobilisierung ist die Frage der Ausreise ins Ausland von höchster Aktualität, und solche Machenschaften können schwerwiegende Folgen für die nationale Sicherheit haben. Die Gesellschaft muss über solche Fälle informiert sein, um weiteren Missbrauch zu verhindern und Gerechtigkeit in dieser schwierigen Situation zu gewährleisten.