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In der Ukraine wurde ein neues akustisches Warnsystem zur Erkennung von Drohnen entwickelt

In der Ukraine wurde ein technologischer Durchbruch in der Drohnenerkennung erzielt: Ein neues akustisches Warnsystem ermöglicht es mobilen Feuergruppen, präzise zu bestimmen, wann und wo eine Drohne auftauchen wird, was in den aktuellen Kriegsbedingungen von entscheidender Bedeutung ist.

In der Ukraine wurde ein neues akustisches Warnsystem entwickelt, das einen technologischen Durchbruch in der Erkennung von Drohnen darstellt. Diese innovative Technologie ermöglicht es mobilen Feuergruppen, genau zu wissen, in welcher Sekunde und von wo eine Drohne erscheinen wird, was in den heutigen Kriegsbedingungen von entscheidender Bedeutung ist.

In einem Interview mit dem Magazin NV erklärte der Gründer der Firma Octava Capital, der IT-Millionär Oleksandr Kardakov, dass die Entwicklung des neuen Systems eine Antwort auf die Bedürfnisse war, die in der Ukraine vor zwei bis drei Jahren entstanden sind, als die erste Version des akustischen Warnsystems eingeführt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war diese Technologie äußerst relevant, da sie ein umfassendes Bild dessen lieferte, was am Himmel geschah, basierend auf akustischen Signalen und visuellen Beobachtungen.

„Wir haben die nächste Generation des Detektionssystems entwickelt, bei dem die Sensoren ein Gitter aus sieben Mikrofonen bilden und sich über Flächen von Hunderten von Quadratkilometern erstrecken“, berichtete Kardakov. Laut seinen Angaben nutzt das neue System die Triangulation von Daten aus vielen Dutzend Sensoren, was eine präzise Bestimmung der Schallquelle ermöglicht. Wenn sich die Quelle bewegt, führt das System eine „Neuberechnung der Winkel“ durch, um das Objekt auf seiner Flugbahn zu verfolgen. Dies bedeutet, dass die mobile Feuergruppe bereits weiß, in welcher Sekunde und von wo die Drohne erscheinen wird.

Kardakov betonte auch, dass diese Technologie es den Herstellern von Abfangdrohnen ermöglicht, den Radar rechtzeitig zu aktivieren und die Drohne zu starten, bevor sie auf ihrem Radar sichtbar wird. In Bezug auf die Effektivität der neuen Technologie stellte er fest: „Eine hundertprozentige Erkennung mit einer Genauigkeit von 3–5 % Fehler“. Dennoch sei es laut Kardakov schwierig, dieses System mit anderen verfügbaren Technologien zu vergleichen, da es zuvor nur ein Warnsystem gab, das meldete, dass „irgendetwas irgendwo geflogen ist“. Er betonte, dass das neue System keine universelle Lösung sei, sondern in Kombination mit Radaren und anderen Erkennungssystemen arbeiten müsse.

Kardakov erläuterte den Mechanismus der mobilen Feuergruppe mit akustischen Sensoren. Die Hauptaufgabe besteht darin, dass in einem Umkreis von 30–40 Kilometern eine Zone von mindestens 10 Kilometern Breite eingerichtet wird. Dies ermöglicht es, das Herannahen eines Objekts rechtzeitig zu erkennen und zu wissen, wie schnell es fliegt, wohin es fliegt und welches Ziel es hat. „Das ist der Sinn der akustischen Detektion. Das heißt, es ist eine präzise Vorbereitung. Wir richten ein solches Gebiet ein, und innerhalb von 2–3 Wochen funktioniert alles sehr effektiv. Unsere Feinde berechnen dieses Gebiet und beginnen, es zu umgehen“, erklärte er.

Er gab auch Informationen über das Budget einer solchen „Zone“ preis: „70 Quadratkilometer decken wir für etwa 50.000 Dollar ab. Das sind 10 Sensoren, die diese 70 Quadratkilometer dicht abdecken. Natürlich müssen sie mit dem Internet und Strom verbunden werden. Sie sind nicht mobil, sondern stationär mit komplexer Software und künstlicher Intelligenz. Einmal installiert, arbeiten sie ewig.“ Kardakov verglich die Kosten des akustischen Systems mit Radaren, die zwar etwas mehr abdecken, aber Millionen kosten und oft ausfallen.

In Bezug auf das Exportpotenzial solcher Systeme stellte Kardakov fest, dass es existiert, aber bisher nur theoretisch. „Es gibt schon lange Interesse daran, praktische Verhandlungen beginnen jetzt erst. Aber das ist immer noch ein Gesprächsthema“, fügte er hinzu. Seiner Meinung nach gibt es in der Ukraine auch andere Systeme, die gut funktionieren, aber Octava Capital versucht nicht, mit ihnen zu konkurrieren. Sie konzentrieren sich auf die schnelle Verarbeitung von Schall und die Integration von Anweisungen für mobile Feuergruppen.

Kardakov berichtete auch über Pläne zur Verbesserung der Technologie, insbesondere das Streben nach Selbstlenkung und Vorlenkung automatischer Türme, die das Unternehmen bereits entwickelt. Er merkte jedoch an, dass er derzeit keine detaillierten Informationen über diese Projekte teilen kann.

Es wurde bereits berichtet, dass die Ukraine einen wichtigen Durchbruch erzielt hat und nun Drohnen praktisch ohne den Einsatz chinesischer Komponenten herstellen kann. Dies zeugt von der wachsenden Unabhängigkeit der ukrainischen Rüstungsindustrie und ihrer Fähigkeit, modernste Technologien unter Kriegsbedingungen zu implementieren.