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Im Büro des Militärombudsmanns gegen die Schaffung von Sturmtruppen

Der erste stellvertretende Militärombudsmann Ruslan Tsygankov hat erklärt, dass das Büro des Militärombudsmanns die Idee der Schaffung von Sturmtruppen nicht unterstützt, da die Verletzungen der Rechte von Militärangehörigen in bestimmten Sturmregimentern auf andere Einheiten übergreifen könnten.

Der erste stellvertretende Militärombudsmann Ruslan Tsygankov hat in einem Interview mit 'Radio Swoboda' betont, dass das Büro des Militärombudsmanns gegen die Schaffung von Sturmtruppen ist. Er argumentiert, dass die Verletzungen der Rechte von Militärangehörigen, die in einigen Sturmregimentern festgestellt wurden, auch auf andere Einheiten übergreifen könnten. Dies sei ein ernstes Problem, das nicht ignoriert werden dürfe.

Als Beispiel nannte Tsygankov die 225. und 425. Sturmregimenter, bekannt als 'Skala', aus denen zahlreiche Beschwerden über Verletzungen der Rechte von Militärangehörigen eingegangen sind. Diese Beschwerden umfassen unter anderem Berichte über körperliche Übergriffe auf Soldaten sowie den eingeschränkten Zugang zu Telefonen. Letzteres sei zwar aus Sicherheitsgründen nachvollziehbar, könnte jedoch auch dazu dienen, dass die Soldaten keine Beschwerden äußern können, vermutete der Menschenrechtsaktivist.

Tsygankov erklärte weiter: 'Diese beiden Einheiten, abgesehen von ihrer Effektivität, bringen sehr hohe Risiken im Kontext der Verletzung der Rechte von Militärangehörigen mit sich. Wir sind uns dessen bewusst, und diese beiden Einheiten stehen unter unserer Beobachtung.' Dies verdeutlicht die besorgniserregende Situation in diesen Regimentern und die Notwendigkeit einer genauen Überwachung.

Er führte auch das 210. Sturmregiment an, das er kürzlich besucht hatte, und stellte fest, dass die Situation dort erheblich besser sei. Dies lässt darauf schließen, dass nicht alle Sturmregimenter unter den gleichen Problemen leiden, jedoch bleibt die generelle Problematik der Menschenrechtsverletzungen in den Streitkräften bestehen.

Ein weiteres Problem, das Tsygankov ansprach, ist die große Anzahl an Personal in diesen Regimentern. Er erklärte, dass die Führung eines so großen Organismus, der aus 15 Bataillonen besteht, für das Regiment unzureichend sei. 'Die Regimentsführung ist nicht in der Lage, eine vollständige Kontrolle über so viele Soldaten auszuüben', so Tsygankov. Dies könnte zu einer weiteren Verschärfung der Probleme im Bereich der Menschenrechte führen.

Die Hintergründe dieser Diskussion sind ebenfalls von Bedeutung. Am 20. September 2025 kündigte Präsident Wolodymyr Selenskyj die Entscheidung zur Schaffung von Sturmtruppen an. Der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyi, erklärte, dass der Generalstab die Sturmtruppen ins Leben gerufen habe, um ständig neue Formen und Methoden der Kriegsführung zu entwickeln und das offensive Potenzial der Streitkräfte zu erhöhen.

In diesem Zusammenhang wurde das Kommando der Sturmtruppen der ukrainischen Streitkräfte eingerichtet, dessen Leiter der Held der Ukraine, Oberst Valentyn Manko, wurde. Der Generalstab wies darauf hin, dass die neu geschaffenen Sturmtruppen zur Durchbrechung der Verteidigung des Feindes eingesetzt werden sollen und nicht an defensiven Aktionen teilnehmen werden. Diese strategische Entscheidung wirft jedoch Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf die bereits bestehenden Probleme mit Menschenrechtsverletzungen in den bestehenden Sturmregimentern.

Die Diskussion um die Schaffung von Sturmtruppen und die damit verbundenen Bedenken hinsichtlich der Menschenrechte in den ukrainischen Streitkräften ist ein komplexes Thema, das sowohl militärische als auch gesellschaftliche Dimensionen hat. Es bleibt abzuwarten, wie die Verantwortlichen auf die Bedenken des Militärombudsmanns reagieren werden und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Rechte der Soldaten zu schützen und gleichzeitig die militärische Effizienz zu gewährleisten.