In Odessa äußert Militärombudsfrau Olga Reshetilova Besorgnis über Mobbing von Soldaten durch Schüler
Olga Reshetilova, die Militärombudsfrau der Ukraine, hat in einem Interview ihre Besorgnis über Mobbingvorfälle von Soldaten durch Schüler in Odessa geäußert. Diese besorgniserregenden Entwicklungen stehen im Zusammenhang mit der russischen Propaganda, die über soziale Medien verbreitet wird.
Olga Reshetilova, die Militärombudsfrau der Ukraine, auch bekannt unter ihrem Nachnamen Kobylinska, hat in einem kürzlich geführten Interview mit Radio NV ihre Besorgnis über die zunehmenden Mobbingfälle von Soldaten durch Schüler in Odessa zum Ausdruck gebracht. Sie berichtete, dass Bürger der Stadt Bedenken geäußert hätten, dass Schüler, beeinflusst von russischen Videos auf TikTok, beginnen, Menschen in Uniform auf den Straßen zu schikanieren. Dies sei ihrer Meinung nach ein sehr gefährliches Signal, da die unreife Psyche von Kindern leicht der russischen Propaganda erliege.
„Bei einer Veranstaltung in Odessa haben Bürger die Frage aufgeworfen, dass Schüler, die sich zahlreiche russische Videos auf TikTok angesehen haben, anfangen, Soldaten und Menschen in Uniform auf der Straße zu mobben. Das ist bereits ein sehr gefährlicher Weckruf, denn die unvorbereitete Kinderpsychologie ist in erster Linie anfällig für russische Propaganda. Wenn ihre jugendliche Aggression gegen Soldaten gerichtet wird, erfordert dies definitiv unser aktives Handeln“, erklärte Reshetilova im Radio NV.
Sie wies auch darauf hin, dass solche Einstellungen unter Jugendlichen auch im häuslichen Umfeld geprägt werden können. „Es muss eine landesweite Informationspolitik geben, insbesondere in Bezug auf die Arbeit mit der Jugend, um Respekt gegenüber Menschen in Uniform zu fördern. Hier kann nur das Büro des Militärombudsmanns nicht alles lösen; wir müssen mit der Regierung zusammenarbeiten, und wir werden definitiv solche Initiativen anstoßen“, betonte die Militärombudsfrau.
Die Situation in Odessa wird zunehmend angespannt. Am 30. März wurde bekannt, dass ein Mann im Peresyp-Distrikt während der Durchführung von Mobilisierungsmaßnahmen einem Soldaten mit einem Messer verletzt hat, was zu einer Verletzung des Soldaten führte. Dieser Vorfall hat in der Öffentlichkeit Empörung ausgelöst und die zunehmende Aggression gegenüber Militärangehörigen unterstrichen.
Am 27. März berichtete eine Frau in Odessa, dass Mitarbeiter des Territorialen Rekrutierungs- und Sozialunterstützungszentrums (TCK) sie zusammen mit ihrem Baby in einen Kleinbus gedrängt hatten, was dazu führte, dass das Baby eine Gehirnerschütterung erlitt. Das Odessitische TCK gab an, dass eine interne Untersuchung im Zusammenhang mit diesem Vorfall eingeleitet wurde.
Am 26. Februar wurde im Odessitischen TCK und SP von einem Konflikt zwischen zwei Soldaten berichtet, bei dem einer von ihnen mit einem Schreckschussgerät in die Luft schoss, was gegen die Disziplinarordnung verstieß. Glücklicherweise wurde bei diesem Vorfall niemand verletzt.
Am 15. Februar griff eine Gruppe von Zivilisten im Kiewer Bezirk von Odessa Militärangehörige des TCK und SP während einer Überprüfung der Militärunterlagen an. Die Menge setzte körperliche Gewalt und Tränengas ein, was zu Verletzungen bei den Soldaten führte. Infolge des Angriffs erlitten die Soldaten Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades sowie chemische Verbrennungen der Hornhaut, weshalb sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Auch das Dienstfahrzeug und die Videoaufzeichnungsgeräte wurden von den Angreifern beschädigt, wie das Odessitische Territorialzentrum für Rekrutierung und soziale Unterstützung mitteilte.
Am 4. Februar wurde in der Nähe der Mechnikow-Straße ein Soldat während einer gemeinsamen Alarmaktion von Militärangehörigen des TCK und der Nationalpolizei mit einem Messer verletzt, und der Täter floh vom Tatort. Der verletzte Soldat wurde ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert. Diese Vorfälle deuten auf eine wachsende Spannungen zwischen Militärangehörigen und Zivilisten in der Region hin, die ein sofortiges Handeln der Behörden erfordern.