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Ehemalige Gefangene und Ausländer kämpfen nicht mehr in den Luftlandetruppen – Apostol

In den ukrainischen Luftlandetruppen sind derzeit keine ehemaligen Gefangenen oder ausländischen Kämpfer mehr präsent. Stattdessen schließen sich immer mehr Vertragssoldaten, darunter auch ältere Menschen, den Streitkräften an.

Der Kommandeur der ukrainischen Luftlandetruppen, Generalmajor Oleg Apostol, hat in einem Interview mit 'Ukrinform' erklärt, dass in den aktuellen Reihen der Luftlandetruppen keine ehemaligen Gefangenen oder ausländischen Soldaten mehr zu finden sind. Stattdessen wird die Truppe durch Vertragssoldaten verstärkt, die sowohl junge Menschen als auch Personen über 60 Jahre umfassen.

Apostol erklärte: 'Bezüglich der ehemaligen Gefangenen, sie haben mit uns in der Region Kursk gekämpft. Jetzt haben wir keine solchen Soldaten mehr in unseren Reihen.' Diese Aussage verdeutlicht einen signifikanten Wandel in der Zusammensetzung der Truppe, die in den letzten Monaten an der Frontlinie kämpfte.

Der Generalmajor wies zudem darauf hin, dass auch ausländische Kämpfer nicht mehr in den Luftlandetruppen aktiv sind. 'Als wir in den heißesten Punkten kämpften und kritische Situationen auftraten, wie zum Beispiel ein Durchbruch, was ein großes Problem darstellt, das es zu bewältigen galt, waren die Ausländer nicht auf solche Herausforderungen vorbereitet. Während unsere Soldaten Heldentum zeigten und den Feind besiegten, konnten sie den Druck solcher Kampfhandlungen nicht standhalten', erläuterte Apostol.

Diese Einschätzung wirft ein Licht auf die Herausforderungen, denen sich die ukrainischen Streitkräfte gegenübersehen, insbesondere in Bezug auf die Integration und Effektivität von ausländischen Kämpfern in der realen Kampfsituation. Apostol betonte, dass die ukrainischen Soldaten in der Lage sind, in extremen Bedingungen zu kämpfen und dabei bemerkenswerte Leistungen zu erbringen.

Gleichzeitig hob Apostol hervor, dass die Luftlandetruppen durch das Programm 'Vertrag 18-24' verstärkt werden. Dieses Programm zielt darauf ab, junge Menschen und auch ältere Soldaten, die über 60 Jahre alt sind, zu rekrutieren und ihnen die notwendige Unterstützung und Ausbildung zu bieten, damit sie auf dem Schlachtfeld so effektiv wie möglich agieren können.

Die Rekrutierung von Soldaten über 60 Jahre ist ein bemerkenswerter Schritt, der die Entschlossenheit und den Einsatz der ukrainischen Streitkräfte unterstreicht, auch in schwierigen Zeiten auf die Fähigkeiten und Erfahrungen älterer Generationen zurückzugreifen. Apostol fügte hinzu, dass diese Soldaten Verträge mit den Luftlandetruppen unterzeichnen, um aktiv am Verteidigungseinsatz teilzunehmen.

Insgesamt zeigt die aktuelle Situation in den ukrainischen Luftlandetruppen, dass die Truppe sich an die sich ständig ändernden Bedingungen des Krieges anpasst. Die Entscheidung, auf Vertragssoldaten zu setzen und die Integration älterer Soldaten zu fördern, könnte als strategischer Schritt angesehen werden, um die Kampfkraft und Flexibilität der ukrainischen Streitkräfte zu erhöhen.