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Regierung erhöht Entschädigung für Agrartechnikausgaben von Landwirten in Kriegsgebieten

Die ukrainische Regierung setzt ihre aktive Unterstützung für Landwirte fort, die in von Kampfhandlungen betroffenen Gebieten tätig sind. Premierministerin Julia Swiridenko gab in ihrem Telegram-Kanal bekannt, dass neue Änderungen zur Entschädigung von Landwirten in Frontgebieten beschlossen wurden.

Die ukrainische Regierung hat ihre Unterstützung für Landwirte in Kriegsgebieten verstärkt, indem sie die Entschädigung für landwirtschaftliche Maschinen, die in der Ukraine produziert werden, erhöht hat. Premierministerin Julia Swiridenko informierte in ihrem Telegram-Kanal über die neuen Regelungen, die diese Woche beschlossen wurden. Diese Initiative zielt darauf ab, den Landwirten, die in den von Kampfhandlungen betroffenen Regionen tätig sind, unter die Arme zu greifen und ihre wirtschaftliche Stabilität zu fördern.

Swiridenko erklärte, dass die Entschädigung für Landwirte, deren mehr als 80% der Flächen in Kampfzonen liegen, von zuvor 25% auf 40% erhöht wurde. Für das Jahr 2026 sind für diese Entschädigungsprogramme 1,8 Milliarden Hrywnja vorgesehen. Die Programme umfassen 166 Hersteller und mehr als 14.000 verschiedene Maschinen. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Landwirte die notwendige Ausrüstung erhalten, um ihre Betriebe aufrechtzuerhalten und die landwirtschaftliche Produktion in den betroffenen Gebieten zu fördern.

Zusätzlich sprach die Premierministerin über die Entschädigung für Meliorationskosten. Der Staat ist bereit, bis zu 80% der Kosten (ohne Mehrwertsteuer) für Reparaturen, Rekonstruktionen und den Bau von Bewässerungssystemen sowie Pumpstationen in Front- und rückeroberten Regionen zu übernehmen. Diese Entscheidung zielt darauf ab, den Landwirten bei der Wiederherstellung ihrer Betriebe zu helfen und die Stabilität im Agrarsektor zu gewährleisten.

Bezüglich der Entschädigungen für verlorene Ernten informierte Swiridenko, dass 236 Landwirte in der Region Cherson jeweils 4.700 Hrywnja pro Hektar erhalten werden, wobei die Zahlungen für Flächen von bis zu 2.000 Hektar ausgezahlt werden. Die Zahlungen aus dem Staatshaushalt sollen bereits in der kommenden Woche beginnen, was einen wichtigen Schritt zur Unterstützung der Landwirte darstellt, die durch die Kampfhandlungen Verluste erlitten haben.

Die Premierministerin erwähnte auch die Unterstützung der Tierhaltung und kündigte an, dass ab dem 7. April Anträge auf finanzielle Hilfe angenommen werden. Landwirte können 7.000 Hrywnja pro Kuh (bei einer Bestandsgröße von 3 bis 100 Tieren) und 2.000 Hrywnja pro Ziege oder Schaf (bei einem Bestand von 5 bis 500 Tieren) über das staatliche Agrarregister beantragen. Diese Maßnahmen sind darauf ausgelegt, die Tierhaltung in der gegenwärtigen schwierigen wirtschaftlichen Lage zu unterstützen.

Insgesamt betonte Swiridenko, dass die Regierung ein umfassendes Programm umsetzt, das Zuschüsse, Entschädigungen, direkte Zahlungen, Unterstützung der Tierhaltung und Versicherungen umfasst. Um die Energieunabhängigkeit in Zeiten eingeschränkter Stromversorgung zu stärken, gibt es auch ermäßigte Kredite, darunter das Programm „5-7-9%“ sowie zinsfreie Kredite von bis zu 10 Millionen Hrywnja für Energieausrüstungen. Diese Initiativen sollen den Landwirten die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellen, um ihre Geschäfte wiederherzustellen und weiterzuentwickeln.

Es sei daran erinnert, dass die ukrainische Regierung zuvor eine Versicherung gegen Kriegsrisiken sowie Zuschüsse zur Wiederherstellung des Agrarunternehmens eingeführt hat, was einen weiteren wichtigen Schritt zur Unterstützung des Agrarsektors des Landes im Krieg darstellt. All diese Maßnahmen zeugen von den Bemühungen der Regierung, die Stabilität im Agrarsektor zu gewährleisten und die Landwirte zu unterstützen, die mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert sind.