Ungarns Regierung bietet Iran nach israelischer Operation Unterstützung an
Die ungarische Regierung unter Premierminister Viktor Orbán hat Iran ihre Unterstützung angeboten, nachdem Israel im September 2024 eine Operation zur Zerschlagung der von Teheran unterstützten Gruppe 'Hezbollah' durchgeführt hatte. Dies wurde durch die Washington Post bekannt, die sich auf Telefonprotokolle zwischen ungarischen und iranischen Beamten berief.
Die ungarische Regierung unter der Leitung von Premierminister Viktor Orbán hat Iran nach einer israelischen Operation zur Zerschlagung der von Teheran unterstützten Gruppe 'Hezbollah' ihre Unterstützung angeboten. Diese Information wurde von der Washington Post veröffentlicht, die sich auf Telefonprotokolle zwischen ungarischen und iranischen Beamten stützte, die durch die Quelle 'Europäische Wahrheit' bekannt wurden.
Am 30. September führte der ungarische Außenminister Péter Szijjártó ein Gespräch mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghchi, in dem er die Bereitschaft erklärte, bestimmte Dokumente an die iranischen Geheimdienste zu übergeben. 'Unsere Geheimdienste haben bereits Kontakt zu Ihren Diensten aufgenommen, und wir werden alle Informationen, die wir während der Ermittlungen gesammelt haben, teilen. Alle relevanten Dokumente werden Ihren Diensten übergeben', betonte Szijjártó während des Gesprächs.
Dieser Vorfall erlangte besondere Aufmerksamkeit, da Ungarn ins Rampenlicht rückte, nachdem ein taiwanesisches Unternehmen, dessen Marke auf den Pager-Geräten abgebildet war, bestätigte, dass diese Geräte von einem ungarischen Unternehmen im Rahmen einer Lizenzvereinbarung hergestellt wurden. Szijjártó versuchte, Araghchi zu überzeugen, dass sein Land in keiner Weise an dem israelischen Angriff auf die 'Hezbollah' beteiligt war.
Der iranische Außenminister äußerte seinerseits seinen Dank an seinen ungarischen Kollegen für die angebotene Hilfe. 'Wenn Sie weitere Informationen benötigen oder mit mir in Kontakt treten möchten, stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung', antwortete Szijjártó und zeigte damit seine Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit.
Dieses Telefonat und die offensichtliche Bereitschaft des ungarischen Beamten, die Unterstützung des iranischen Außenministers zu suchen, werfen Fragen zu den Beziehungen der Orbán-Regierung zu Teheran auf. Dies ist besonders überraschend, da die US-Administration, insbesondere Präsident Donald Trump, in Konflikt mit Iran steht und öffentlich die Unterstützung für den ungarischen Premierminister bei den Wahlen bekundet hat.
Darüber hinaus steht dieser Aufruf im Widerspruch zur offiziellen Politik der Orbán-Regierung, die traditionell Israel unterstützt. Das Protokoll des Gesprächs zwischen Szijjártó und Araghchi wirft zusätzliche Fragen zu den politischen Präferenzen der ungarischen Regierung auf, insbesondere im Hinblick auf die langjährige Allianz Moskaus mit Teheran, die Iran im Krieg gegen die Vereinigten Staaten unterstützt hat, indem sie Informationen über amerikanische Militärstandorte bereitstellte.
Es sei daran erinnert, dass in dieser Woche auch ein Protokoll des Gesprächs zwischen Orbán und dem russischen Herrscher Wladimir Putin in den Medien veröffentlicht wurde, in dem der ungarische Premierminister, unter Verwendung einer Fabel über eine Maus und einen Löwen, seine Bereitschaft ausdrückte, 'die Maus von Putin zu sein'. Dies deutet auf enge Verbindungen zwischen Ungarn und Russland hin.
Darüber hinaus veröffentlichte das journalistische Projekt Vsquare neue Details des Gesprächs des ungarischen Außenministers mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow, die ihre enge Koordination bestätigen, einschließlich Schritte, die der Ukraine schaden könnten. Diese Ereignisse werfen Bedenken hinsichtlich der Außenpolitik Ungarns und ihrer Beziehungen zu wichtigen Akteuren auf der internationalen Bühne auf.