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Regierung bereitet zusätzliche Unterstützung für Landwirte in der 20-Kilometer-Frontzone vor – Sobolev

Die ukrainische Regierung arbeitet aktiv an der Entwicklung zusätzlicher Unterstützungsmechanismen für Landwirte, die in den gefährdeten Frontzonen tätig sind, insbesondere in den besonders gefährlichen Gebieten in der Nähe der Frontlinie. Dies gab der Minister für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft, Oleksiy Sobolev, in einem Facebook-Post bekannt.

Der Minister für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft der Ukraine, Oleksiy Sobolev, hat in einem aktuellen Facebook-Post angekündigt, dass die ukrainische Regierung intensiv an der Schaffung zusätzlicher Unterstützungsmechanismen für Landwirte arbeitet, die in den gefährdeten Frontzonen tätig sind. Diese Maßnahmen betreffen insbesondere die besonders gefährlichen Gebiete, die sich bis zu 20 Kilometer von der Frontlinie entfernt befinden. Sobolev äußerte sich nach einem Treffen mit Vertretern der Agrarwirtschaft, bei dem die Herausforderungen und Bedürfnisse der Landwirte in Krisenzeiten erörtert wurden.

Der Minister betonte die entscheidende Rolle des Agrarsektors für die ukrainische Wirtschaft, der etwa 17 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmacht. Er wies darauf hin, dass die Agrarwirtschaft eine Schlüsselrolle bei der Sicherstellung der wirtschaftlichen Stabilität, des Exportpotenzials und der Ernährungssicherheit der Ukraine spielt. Angesichts des anhaltenden Krieges sieht sich der Agrarsektor jedoch zahlreichen Risiken ausgesetzt, die mit der Zerstörung von Produktionskapazitäten und der Vernichtung von Ernten verbunden sind. Die Situation wird zusätzlich durch die aktuelle Treibstoffkrise verschärft, die durch die Ereignisse im Nahen Osten ausgelöst wurde und mit dem Beginn der Frühjahrssaatkampagne zusammenfällt, die bereits in fast allen Regionen der Ukraine begonnen hat.

Während des Treffens legte Sobolev besonderen Wert auf die Notwendigkeit, den Dialog zwischen der Regierung und den Agrarproduzenten aufrechtzuerhalten, um die drängendsten Probleme zu lösen, mit denen die Unternehmer konfrontiert sind. Es wurden verschiedene Themen angesprochen, darunter Bewässerung, die Reservierung von Arbeitskräften, Logistik sowie die Bereitstellung von Treibstoff und ammoniakhaltigen Düngemitteln für die Landwirte. Ein weiteres wichtiges Thema war der Zugang zu radioelektronischen Mitteln (REB) und anderen Schutzmitteln für die Technik und die Menschen, die im Feld arbeiten.

Oleksiy Sobolev wies auch darauf hin, dass in der Ukraine bereits eine Reihe wirksamer Instrumente zur Unterstützung der Agrarproduzenten umgesetzt werden. Um die Wiederherstellung der landwirtschaftlichen Betriebe nach Beschuss zu erleichtern, gibt es entsprechende Zuschüsse. Landwirte, deren Produktionsstätten beschädigt oder zerstört wurden, können Entschädigungen von bis zu 16 Millionen Hrywnja erhalten, wobei 80 Prozent davon vom Staat und 20 Prozent vom Unternehmer selbst getragen werden.

Darüber hinaus erinnerte der Minister an die staatliche Programm zur Kompensation von Verlusten aufgrund von Kriegsrisiken, die von der Aktiengesellschaft "Exportkreditagentur" (EKA) umgesetzt wird. Dieses Programm sieht eine teilweise Entschädigung des Wertes von Vermögenswerten in 10 frontnahen Regionen sowie die Erstattung von Versicherungsprämien vor.

In einem weiteren Schritt informierte Sobolev, dass im Rahmen der gezielten Unterstützung für Landwirte derzeit Schulden in Höhe von 1,73 Milliarden Hrywnja für mehr als 3.500 Anträge beglichen werden, wobei 1.000 Hrywnja pro Hektar berechnet werden. Er betonte, dass die Regierung sich bewusst ist, dass die bestehenden Mechanismen möglicherweise nicht ausreichen, um die Verluste vollständig zu kompensieren und die Bedürfnisse des Agrarsektors zu decken, und dass sie weiterhin an neuen Möglichkeiten in ständigem Dialog mit den Agrarproduzenten arbeiten wird.

Es sei daran erinnert, dass Premierministerin Julia Swiridenko nach dem Treffen mit der Agrarwirtschaft ebenfalls mitteilte, dass die Regierung beschlossen hat, die Entschädigung für den Kauf von ukrainischer Agrartechnik für Betriebe, die in Kampfgebieten tätig sind, von 25 Prozent auf 40 Prozent zu erhöhen. Darüber hinaus wurde die Entschädigung für die Wiederherstellung der Bewässerungsinfrastruktur auf 80 Prozent angehoben, und es sind Zahlungen in Höhe von 4.700 Hrywnja pro Hektar für verlorene Anpflanzungen in der Region Cherson vorgesehen. Zudem sind spezielle Subventionen für die Haltung von Kühen, Ziegen und Schafen über das staatliche Agrarregister geplant.