Ukrainische Erfahrungen in der Digitalisierung in Tokio präsentiert: Fokus auf KI, GovTech und Cyber-Resilienz
In der japanischen Hauptstadt Tokio fand eine bedeutende Veranstaltung statt, bei der Vertreter aus der Ukraine und Japan den ukrainischen Weg zur Schaffung eines widerstandsfähigen digitalen Ökosystems diskutierten.
In der japanischen Hauptstadt Tokio fand eine bedeutende Veranstaltung statt, bei der Vertreter des ukrainischen und japanischen Geschäfts, sowie Regierungs- und Wissenschaftsorganisationen den ukrainischen Weg zur Schaffung eines widerstandsfähigen digitalen Ökosystems diskutierten. Diese Zusammenkunft diente als Plattform für den Austausch von Ideen und Möglichkeiten zur Anwendung ukrainischer Entwicklungen in Japan und zur Erörterung der Perspektiven einer Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern.
Die Hauptthemen der Diskussion waren digitale Lösungen, die die Ukraine in den letzten Jahren umgesetzt hat, deren Transformation in ein Ökosystem staatlicher Dienstleistungen sowie die Instrumente zur Interaktion mit den Bürgern. Eine wichtige Rolle bei der Entwicklung dieser Initiativen spielt die öffentlich-private Partnerschaft, die zur Grundlage für die Entwicklung von GovTech in der Ukraine geworden ist.
Valeria Koval, die stellvertretende Ministerin für digitale Transformation, betonte während des Treffens, dass die Ukraine in den letzten sechs Jahren beeindruckende Fortschritte im Bereich der Digitalisierung erzielt hat. Die Teams des Ministeriums für digitale Transformation und von Diya, gemeinsam mit anderen Ministerien, haben über zweihundert verschiedene Dienstleistungen eingeführt, die sowohl über die mobile Anwendung als auch über das Webportal zugänglich sind.
„Die Online-Registrierung von Unternehmen, der Kauf von Autos sowie Dienstleistungen für Veteranen, deren Familien, Kinder, Studenten und Rentner – all dies ist für die Ukrainer zugänglich. Beispielsweise wurde die Online-Heiratsregistrierung von der Zeitschrift Time als eine der besten Erfindungen des Jahres 2024 ausgezeichnet. Jeden Tag schließen vier Paare ihre Ehe über Diya, was ein herausragendes Beispiel für erfolgreiche Digitalisierung im Land ist“, hob Koval hervor.
Oleksandr Tsybort, der stellvertretende Minister für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft der Ukraine für digitale Entwicklung, betonte, dass die Digitalisierung in der Ukraine nicht nur ein Werkzeug, sondern auch ein Weg ist, wie der Staat Signale sammelt, Probleme analysiert und die Entscheidungsfindung beschleunigt.
„Künstliche Intelligenz ist kein separates Werkzeug, sondern eine integrierte Fähigkeit, die den gesamten Entscheidungsprozess evidenzbasierter und vorhersehbarer macht. Wir leben bereits in dieser Realität – Systeme wie ePermit, Pulse und eCheck funktionieren während des aktiven Krieges. Die wichtigste Lektion, die wir gelernt haben, ist, dass der größte Wert von KI im öffentlichen Management nicht die Geschwindigkeit, sondern die Konsistenz ist. Kapital fließt dorthin, wo Vorhersehbarkeit besteht. Genau das bauen wir auf“, erklärte der ukrainische Beamte.
Die japanischen Teilnehmer der Veranstaltung schätzten den praktischen Wert der ukrainischen Erfahrungen hoch ein, insbesondere im Kontext der schnellen Anpassung staatlicher Dienstleistungen, des Cyber-Schutzes und der Integration von Innovationen in das öffentliche Management. Koichi Akaishi, ehemaliger stellvertretender Minister des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie Japans, betonte, dass trotz der friedlichen Lebensbedingungen in Japan das Land erheblichen Naturkatastrophen ausgesetzt ist, weshalb es wichtig ist, digitale Technologien effektiv zu nutzen.
„Die Ukraine hat bereits eine Katastrophe durchlebt, und diese Erfahrung kann für uns äußerst nützlich sein, um uns auf ähnliche Herausforderungen vorzubereiten. Wir können diese Erfahrungen praktisch anwenden, und genau in diesem Prozess wird unsere Zusammenarbeit wachsen“, sagte Akaishi.
Der Abschluss der Veranstaltung fand in Form einer Networking-Session statt, in der die Teilnehmer Möglichkeiten zur Initiierung gemeinsamer ukrainisch-japanischer Projekte in den Bereichen künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und digitale Dienstleistungen erörterten. Die Podiumsdiskussion wurde mit Unterstützung der Botschaft der Ukraine in Japan, der Ukrainischen Handelskammer in Japan und des Japanischen Instituts für ausländische Investitionen (JOI) im Rahmen des Besuchs der ukrainischen Delegation in Tokio organisiert.
An der Diskussion nahmen Vertreter des Ministeriums für digitale Transformation der Ukraine und des Ministeriums für Wirtschaft sowie Geschäftsleiter teil, darunter der Mitbegründer von Reface, Oles Petriw, der globale Direktor von Nippon Electric Company, Takeshi Nakayama, und der Mitbegründer und Generalpartner der Investmentgruppe ROOSH, Serhiy Tokarev.
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