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Ukrainische Verleger fordern Unterstützung für die Buchbranche

Die Ukrainische Verlagsassoziation (UVA) hat ein offizielles Schreiben an die Vizepremierministerin für humanitäre Politik und Kulturministerin der Ukraine, Tetjana Berezhna, gerichtet, in dem sie Vorschläge zur Unterstützung der Verlagsbranche unterbreitet.

Die Ukrainische Verlagsassoziation (UVA) hat ein offizielles Schreiben an die Vizepremierministerin für humanitäre Politik und Kulturministerin der Ukraine, Tetjana Berezhna, gerichtet, in dem sie ihre Vorschläge zur Unterstützung der Verlagsbranche darlegt. Der Vorsitzende der Assoziation, Artem Bidenko, veröffentlichte diese Informationen auf seiner Facebook-Seite und betonte, dass die Situation im Buchwesen dringende und systematische Lösungen erfordere.

Bidenko wies darauf hin, dass die Verlagsbranche nicht warten kann, und unterstrich: „Die Verlagsbranche benötigt jetzt systematische Lösungen.“ In ihrem Schreiben begrüßte die Assoziation die Initiative der Regierung zur Schaffung nationaler Inhalte und betrachtete diesen Ansatz als wichtig und vielversprechend für die Entwicklung der ukrainischen Kultur. Dennoch betonten die Vertreter der UVA, dass die Verlagsbranche bereits jetzt systematische Unterstützung und schnelle Lösungen benötigt.

Artem Bidenko gab außerdem bekannt, dass die Assoziation bereit ist, an der Entwicklung von Unterstützungsinstrumenten für die Branche mitzuwirken. Dieses Thema wurde mehrfach während der Treffen mit Vertretern des Kulturministeriums erörtert. Zu den Initiativen, die die UVA vorschlägt, gehört ein Gesetzesentwurf zur Unterstützung der kreativen Industrien, der bereits an das Ministerium übergeben wurde. Die Autoren des Dokuments hoffen, dass es helfen wird, systematische Probleme der Branche zu lösen und klare Arbeitsregeln für die kreativen Sektoren festzulegen.

Darüber hinaus schlägt die Assoziation vor, die Regeln für die Buchführung von Bibliotheksbeständen zu aktualisieren, insbesondere veraltete Normen zu beseitigen und bürokratische Verfahren für Bibliotheken zu vereinfachen. Dies würde, so die Vertreter der UVA, dazu beitragen, Bibliotheken zugänglicher und effektiver in ihrer Arbeit zu machen.

In dem Schreiben wird auch die Notwendigkeit betont, das Programm zur Übersetzung ukrainischer Literatur auszubauen. Dies würde, so die Ansicht der Assoziation, die Präsenz ukrainischer Bücher auf den Weltmärkten stärken und einen breiteren kulturellen Dialog, insbesondere mit Sprechern von Minderheitensprachen, fördern. Die UVA sieht dies als wichtigen Schritt zur Popularisierung der ukrainischen Kultur außerhalb des Landes.

Zusätzlich setzt sich die Assoziation für die Einführung technischer Sicherheitsvorschriften für Kinderbuchprodukte ein. Dies soll die Sicherheit von Büchern für Kinder garantieren, was ein wichtiger Bestandteil der Politik im Bereich der öffentlichen Gesundheit ist. Sichere Bücher für Kinder sind nicht nur eine Frage der Qualität, sondern auch der Verantwortung der Verleger gegenüber der Gesellschaft.

Eine weitere wichtige Initiative, die die UVA vorgebracht hat, ist die Freigabe von Entschädigungen für Buchhandlungen hinsichtlich der Miete. Diese Frage ist von entscheidender Bedeutung für den Erhalt von Buchhandlungen als kulturelle Räume und Zugangspunkte zu Büchern. Angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen der Buchmarkt konfrontiert ist, wird die Unterstützung von Buchhandlungen äußerst relevant.

In ihrem Schreiben betonte die Assoziation, dass all diese Vorschläge auf Deregulierung, Vereinfachung von Verfahren und die Schaffung eines günstigen Umfelds für die Entwicklung des Verlagswesens in der Ukraine abzielen. Sie entsprechen den Zielen, die Premierministerin Julia Swiridenko während der Vorstellung der neuen Leiterin des Kulturministeriums der Ukraine formulierte.

Es sei daran erinnert, dass in diesem Jahr im März in der Ukraine mindestens sechs Buchhandlungen in verschiedenen Städten aufgrund rückläufiger Verkaufszahlen und der schwierigen Situation auf dem Buchmarkt geschlossen wurden. Dies zeigt die Notwendigkeit dringender Maßnahmen seitens des Staates zur Unterstützung der Buchbranche, die schwierige Zeiten durchlebt.