Українська правда

Ukraine verhängt Sanktionen gegen Hersteller russischer Waffen und Bauunternehmen des Krimbrückenprojekts

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Dekrete unterzeichnet, die Sanktionen gegen russische Unternehmen in der Rüstungsindustrie und am Bau der Krimbrücke in Kraft setzen.

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Dienstag mehrere Dekrete unterzeichnet, die die Entscheidungen des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats (RNBO) zur Verhängung von Sanktionen gegen russische Unternehmen umsetzen. Diese Unternehmen sind maßgeblich an der Unterstützung der militärischen Industrie des Feindes beteiligt und haben aktiv am Bau der umstrittenen Krimbrücke mitgewirkt.

Wie aus einer Mitteilung des Präsidialamtes hervorgeht, umfasst das neue Sanktionspaket insgesamt 26 natürliche und 31 juristische Personen. Unter den betroffenen Unternehmen befinden sich solche, die unbemannte Unterwasser-, Überwasser- und Luftfahrtsysteme sowie die dazugehörige Software herstellen. Diese Technologien sind entscheidend für die militärischen Operationen Russlands und stellen eine direkte Bedrohung für die nationale Sicherheit der Ukraine dar.

Darüber hinaus sind auch Unternehmen aufgeführt, die verschiedene Arten von Waffen produzieren und warten. Dazu zählen elektronische Kampfsysteme, Luftverteidigungssysteme, gepanzerte Fahrzeuge, U-Boote, Kriegsschiffe, Hilfsschiffe, Hafenanlagen und die entsprechenden Ersatzteile. Diese Unternehmen tragen zur militärischen Aggression Russlands gegen die Ukraine bei und sind daher Ziel der Sanktionen.

Ein weiterer Aspekt der Sanktionen betrifft die Luftfahrtindustrie. Hier sind Unternehmen betroffen, die Teile für Hubschrauber der Mi-8, Mi-17, Mi-171, Mi-172 und Mi-14-Familien herstellen und reparieren. Diese Hubschrauber werden häufig von den russischen Streitkräften eingesetzt und sind somit ein wichtiger Bestandteil der militärischen Infrastruktur.

Zusätzlich zu den oben genannten Sanktionen gibt es auch Maßnahmen gegen 7 natürliche und 11 juristische Personen, die als Unterstützer von Umgehungsstrategien identifiziert wurden. Diese Unternehmen und deren Führungskräfte sind unter anderem Hersteller von Komponenten für die Marschflugkörper X-101, X-59M2/M2A und „Iskander-K“. Diese Raketen stellen eine erhebliche Bedrohung für die Ukraine dar und ihre Produktion muss unterbunden werden.

Ein weiterer Punkt betrifft Unternehmen, die illegal Geschäfte auf den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine tätigen und am Bau der Krimbrücke beteiligt sind. Diese Brücke ist nicht nur ein strategisches Bauwerk, sondern auch ein Symbol der russischen Aggression und der Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine.

Die ukrainische Regierung hat angekündigt, alle notwendigen Informationen an ihre internationalen Partner weiterzugeben, um eine Synchronisation der Sanktionen in verschiedenen internationalen Jurisdiktionen zu gewährleisten. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Effektivität der Sanktionen zu erhöhen und die russische militärische Industrie weiter zu schwächen. Die Ukraine bleibt entschlossen, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Souveränität und territoriale Integrität zu verteidigen.