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Ukrainische und bulgarische Initiative für internationalen Zug nach Warna

Die Ukraine und Bulgarien haben eine gemeinsame Initiative gestartet, um eine internationale Zugverbindung in die bulgarische Stadt Warna einzuführen. Vizepremierminister Oleksiy Kuleba gab bekannt, dass bereits vorläufige Vereinbarungen über die Route und den Fahrplan getroffen wurden.

Die Ukraine und Bulgarien haben eine bedeutende Initiative ins Leben gerufen, die darauf abzielt, eine internationale Zugverbindung zur bulgarischen Küstenstadt Warna zu etablieren. Dies wurde von Oleksiy Kuleba, dem Vizepremierminister für den Wiederaufbau der Ukraine sowie dem Minister für die Entwicklung von Gemeinden und Territorien, in seinem Telegram-Kanal bekannt gegeben. Kuleba betonte, dass bereits erste Vereinbarungen über die Route und den Fahrplan getroffen wurden, die darauf abzielen, den ukrainischen Fahrgästen maximalen Komfort zu bieten.

Der geplante neue Zugverkehr wird durch mehrere Schlüsselstädte führen: Kyiv, Lwiw, Tscherniwzi, Suceava, Bukarest und schließlich Warna. Kuleba äußerte die Hoffnung, dass die Inbetriebnahme dieser Verbindung bereits Anfang Juni erfolgen wird. Dies würde einen bedeutenden Fortschritt in der Entwicklung des Verkehrs zwischen der Ukraine und den Ländern der Europäischen Union darstellen.

Der Vizepremierminister hob hervor, dass die neue Verbindung nicht nur für die allgemeine Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur von Bedeutung ist, sondern auch für die Menschen, insbesondere für Kindergruppen, die traditionell im Sommer verreisen. Diese Verbindung wird neue Möglichkeiten für Reisen und Erholung der Ukrainer an der bulgarischen Küste eröffnen.

Kuleba wies zudem darauf hin, dass bei der Diskussion über die Route eine Konfiguration berücksichtigt wurde, die es ermöglicht, Stillstände des Zugmaterials zu vermeiden. Dies wird wiederum helfen, eine Erhöhung der Ticketpreise zu vermeiden und die Ressourcen der Wagen für andere Strecken zu erhalten. Die geschätzte Reisezeit beträgt bis zu 30 Stunden, was im Vergleich zu Busreisen wettbewerbsfähig ist, jedoch deutlich komfortabler und vorhersehbarer. Die endgültige Reisezeit wird nach einem Testlauf festgelegt.

Bezüglich der Ticketpreise informierte Kuleba, dass die rumänische und bulgarische Seite vorläufig die Möglichkeit einer Einbeziehung der neuen Verbindung in das staatliche Auftragsmechanismus (PSO) vereinbart hat, was eine Senkung der Ticketpreise ermöglichen würde. Derzeit finden aktive Verhandlungen zu diesem Thema statt, und der Minister äußerte die Hoffnung auf einen schnellen Abschluss dieser Gespräche.

Kuleba fasste zusammen, dass der nächste Schritt zur Umsetzung dieses Projekts die Finalisierung der Tarifentscheidung und die Inbetriebnahme eines Testzugs in Zusammenarbeit mit den Partnern sein wird. Dies wird einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Schaffung eines komfortablen und erschwinglichen Schienenverkehrs zwischen der Ukraine und Bulgarien darstellen, was zweifellos positive Auswirkungen auf den Touristenstrom und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern haben wird.