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Ungarn schließt Ölbezugsvereinbarung mit den USA

Ungarn bereitet sich darauf vor, während des Besuchs von Vizepräsident Jay D. Vance in Budapest am Dienstag, den 7. April, eine Vereinbarung über den Bezug von Öl aus den Vereinigten Staaten zu unterzeichnen. Diese Entwicklung findet nur wenige Tage vor den entscheidenden Parlamentswahlen im Land statt und hebt die Bedeutung von Energiefragen im politischen Kontext Ungarns hervor.

Ungarn steht kurz vor dem Abschluss einer bedeutenden Vereinbarung über den Bezug von Öl aus den Vereinigten Staaten. Dieser Schritt erfolgt im Rahmen des bevorstehenden Besuchs von Vizepräsident Jay D. Vance in Budapest, der für Dienstag, den 7. April, angesetzt ist. Die bevorstehenden Parlamentswahlen in Ungarn, die nur wenige Tage nach diesem Besuch stattfinden, unterstreichen die Dringlichkeit und Relevanz von Energiefragen in der aktuellen politischen Landschaft des Landes.

Nach Informationen des Nachrichtenportals Bloomberg, das sich auf Quellen beruft, die den laufenden Verhandlungen nahe stehen, wird während einer Pressekonferenz, an der sowohl Vizepräsident Vance als auch der ungarische Premierminister Viktor Orbán teilnehmen werden, die Vereinbarung im Detail bekannt gegeben. Vizepräsident Vance plant, Orbán in der Zeit vor den Wahlen zu unterstützen, was erhebliche Auswirkungen auf die politische Situation in Ungarn haben könnte.

Die Unterstützung von US-Präsident Donald Trump für Viktor Orbán, die er in der Vergangenheit mehrfach geäußert hat, verleiht dieser Vereinbarung zusätzliches Gewicht. Berichten zufolge wird die ungarische Energiegesellschaft Mol Nyrt. 500.000 Tonnen amerikanisches Öl im Wert von etwa 500 Millionen Dollar erwerben. Dieser Schritt ist besonders bedeutsam, da Mol kürzlich seine Einkäufe von russischem Öl erhöht hat, nachdem es sowohl von den USA als auch von der Europäischen Union von Sanktionen befreit wurde.

Viktor Orbán hat seine Bemühungen zur Zusammenarbeit mit der russischen Energiebranche seit dem Einmarsch Moskaus in die Ukraine im Jahr 2022 verstärkt und versucht, durch den Abschluss von Energieverträgen enge Beziehungen zur Trump-Administration aufzubauen. Bloomberg berichtet, dass Orbán bei einem Treffen im Weißen Haus im vergangenen November dem Kauf von 400 Millionen Kubikmetern Flüssiggas über einen Zeitraum von fünf Jahren zugestimmt hat. Zudem wurde ein Vertrag über 114 Millionen Dollar mit der Westinghouse Electric Co. zur Lieferung von Kernbrennstoff für das ungarische Atomkraftwerk unterzeichnet.

Es ist erwähnenswert, dass die Trump-Administration Ungarn die Genehmigung erteilt hat, russisches Öl zu beziehen, was in den internationalen Beziehungen für Kontroversen gesorgt hat. Darüber hinaus haben die beiden Seiten ein Memorandum of Understanding über den Kauf von bis zu zehn kleinen modularen Reaktoren unterzeichnet, dessen Gesamtwert bis zu 20 Milliarden Dollar betragen könnte. Dies deutet auf die ernsthaften Absichten Ungarns im Energiesektor hin.

Vizepräsident Jay D. Vance äußerte sich vor seiner Reise nach Ungarn und betonte, dass er sich auf das Treffen mit seinem guten Freund, Premierminister Viktor Orbán, freue. Dieser Besuch hebt die engen Verbindungen zwischen den USA und Ungarn hervor, die möglicherweise die politische Situation im Land beeinflussen könnten.

Am 25. März erklärte US-Präsident Donald Trump seine "vollständige Unterstützung" für Orbán und forderte die Ungarn auf, ihn bei den bevorstehenden Parlamentswahlen zu wählen. Diese Unterstützung könnte erhebliche Auswirkungen auf die Wahlergebnisse haben, da Umfragen zeigen, dass die oppositionelle Partei Tisa ihren Vorsprung gegenüber der regierenden Fidesz-Partei von Orbán vor den Wahlen ausgebaut hat, was zusätzliche Spannungen im politischen Klima Ungarns erzeugt.