In Utah beginnt der Bau neuer Raketen-Silos für das Sentinel-System
Im März 2026 wurde im Bundesstaat Utah mit dem Bau begonnen, der darauf abzielt, das Beton-Erbe des Kalten Krieges endgültig zu beenden. Die US-Streitkräfte haben erkannt, dass die modernen Sentinel-Raketen in den alten Silos, die noch aus der Zeit von Präsident Richard Nixon stammen, nicht mehr ausreichend Platz finden.
Im März 2026 wurde im Bundesstaat Utah mit dem Bau neuer Raketen-Silos begonnen, die das Ziel verfolgen, die veralteten Strukturen aus der Zeit des Kalten Krieges endgültig zu ersetzen. Die US-Streitkräfte haben festgestellt, dass die neuesten Raketen des Sentinel-Systems in den alten Silos, die noch aus der Ära von Präsident Richard Nixon stammen, nicht mehr ausreichend Platz finden. Anstatt die veraltete Technik aus den 1970er Jahren zu reparieren, entwickeln die Unternehmen Northrop Grumman und Bechtel eine neue Startanlage von Grund auf, die bedeutende Veränderungen in der amerikanischen strategischen Sicherheitsarchitektur verspricht.
Die amerikanische Sicherheitsstrategie basiert auf dem Prinzip der „Dreibeinigkeit“: Sollte der Feind versuchen, Flugzeuge oder U-Boote zu zerstören, werden die landgestützten Raketen dennoch einen Vergeltungsschlag ausführen. Während jedoch die Marine und die Luftwaffe allmählich auf neue Technologien umschwenken, verfallen die 450 Silos, die sich in den Weiten Montanas und Dakotas befinden, weiterhin durch Alterung und Feuchtigkeit.
Die alten Silos wurden als monolithische Stahlbetonbauwerke mit analoger Technik, Kupferkabeln und veralteter Belüftung errichtet. Reparaturen in solch beengten Verhältnissen stellen eine echte Herausforderung dar, und die Modernisierung der Elektronik erfordert oft eine nahezu vollständige Umplanung. Dies war der Anlass für die Militärs, ein neues Projekt zu starten, das die Schaffung moderner Silos vorsieht.
Die neue Sentinel-Rakete ist eine dreiteilige Konstruktion mit einer Höhe von 18 Metern, die nicht nur ihre Vorgängerin in technischer Hinsicht übertrifft, sondern auch deutlich größer ist. Es wäre äußerst schwierig, sie in die alten „Nester“ zu quetschen, weshalb die Militärs beschlossen, eine völlig neue Architektur zu schaffen. Ingenieure verwenden einen modularen Ansatz, bei dem die Silosektionen in Fabriken gefertigt und vor Ort bereits montagebereit angeliefert werden. Dies ähnelt modernen Tunnelbau-Technologien, bei denen spezielle Maschinen die Blöcke innerhalb weniger Tage zusammenfügen.
Innerhalb der neuen Silos bleibt die Modularität in allen Aspekten erhalten. Die Kommunikation erfolgt nun über gesichertes Glasfaser, und die Elektronik basiert auf digitalen Systemen, die es ermöglichen, das System zu aktualisieren, ohne die gesamte Ausrüstung ersetzen zu müssen. Das gesamte Projekt existiert in Form eines „digitalen Zwillings“, der es den Fachleuten ermöglicht, den Zustand jedes einzelnen Bauteils vom Herstellungsprozess bis zur Montage unter der Erde zu verfolgen. Darüber hinaus wurden die Bedingungen für die Techniker erheblich verbessert: Eine verbesserte Ergonomie und ein modernes Klimatisierungssystem sollen das Problem der ständigen Feuchtigkeit in den Silos lösen.
Die US-Luftwaffe plant, 450 neue Raketenstellungen in denselben Gebieten zu errichten, in denen sich derzeit die alten Positionen befinden. Die Sentinel-Rakete hat bereits die Feuerprüfungen aller Stufen bestanden, und umfangreiche Flugtests sind für das Jahr 2027 geplant. Wenn alles nach Plan verläuft, soll das neue System bis Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden, was einen wichtigen Schritt in der Modernisierung der amerikanischen strategischen Verteidigung darstellt.