Im EU wurde bekannt gegeben, wer hinter dem jüngsten Cyberangriff auf die Europäische Kommission steht
Im Europäischen Union wurde offiziell bestätigt, dass eine Gruppe von Cyberkriminellen, bekannt als ShinyHunters, hinter dem kürzlichen Cyberangriff auf die Cloud-Infrastruktur der Europäischen Kommission steht.
Im Europäischen Union wurde offiziell bestätigt, dass eine Gruppe von Cyberkriminellen, bekannt als ShinyHunters, hinter dem kürzlichen Cyberangriff auf die Cloud-Infrastruktur der Europäischen Kommission steht. Diese Information wurde in einem technischen Bericht des EU-Computer-Notfallteams (CERT-EU) am 2. April veröffentlicht.
Laut den Daten von CERT-EU gelang es den Angreifern, persönliche Daten zu stehlen, die Namen, E-Mail-Adressen und Inhalte von E-Mails umfassen. Der Angriff ereignete sich im März, als die Cloud-Dienste der Exekutive der EU gehackt wurden. Die Gruppe ShinyHunters, die bereits einen fragwürdigen Ruf erlangt hat, veröffentlichte die gestohlenen Daten auf ihrer Website im Darknet. Nach Angaben von CERT-EU betrug das Volumen der gestohlenen Daten etwa 91,7 GB im komprimierten Format, was ungefähr 340 GB im unkomprimierten Format entspricht.
Dieser Angriff ist nicht der einzige Vorfall im Portfolio von ShinyHunters. Im Februar dieses Jahres war die Gruppe an einem großangelegten Hack des niederländischen Telekommunikationsanbieters beteiligt und ist auch Teil einer größeren Gruppe, die zuvor die Verantwortung für den Hack des Unternehmens Jaguar Land Rover übernommen hat. Dieser Vorfall, der im vergangenen Jahr stattfand, verursachte der britischen Wirtschaft Schäden in Höhe von etwa 2,2 Milliarden Euro.
Vor dem Hintergrund dieser Ereignisse hat der Rat der Europäischen Union kürzlich Sanktionen gegen juristische und natürliche Personen verhängt, die für Cyberangriffe auf EU-Mitgliedstaaten und deren Partner verantwortlich sind. Dies zeigt die Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit der EU im Kampf gegen Cyberkriminalität und den Schutz ihrer Informationssysteme.
Im Februar betonte die europäische Kommissarin für digitale und fortschrittliche Technologien, Hennä Virkkunen, dass Europa in der Lage sein muss, offensive Operationen im Cyberraum durchzuführen, da traditionelle Abschreckungsmethoden sich als unzureichend erweisen, um modernen Bedrohungen entgegenzuwirken.
Darüber hinaus berichtete die Linke Partei in Deutschland kürzlich von einem Angriff russischsprachiger Hacker auf ihre IT-Systeme. Diese Ereignisse unterstreichen die wachsende Bedrohung durch Cyberkriminelle, die nicht nur staatliche Institutionen, sondern auch private Unternehmen und politische Organisationen gefährdet.