Ukrainische Marine bestätigt keine Beteiligung an Vorfällen mit An-26 und Su-30 in der Krim
In Anbetracht der jüngsten Vorfälle mit den russischen Flugzeugen An-26 und Su-30, die in der vorübergehend besetzten Krim stattfanden, hat der Sprecher der Marine der ukrainischen Streitkräfte, Dmitro Pletenchuk, erklärt, dass die Marine ihre Beteiligung an diesen Ereignissen nicht bestätigen kann.
In den letzten Tagen gab es mehrere Berichte über Vorfälle mit russischen Militärflugzeugen in der Krim, die seit 2014 von Russland besetzt ist. Der Sprecher der Marine der ukrainischen Streitkräfte, Dmitro Pletenchuk, äußerte sich zu diesen Vorfällen und betonte, dass die Marine nicht in diese Ereignisse verwickelt ist. Insbesondere ging es um den Vorfall mit dem An-26, auf dem Berichten zufolge 29 Personen, einschließlich der Besatzungsmitglieder, waren. Pletenchuk bezeichnete die Situation als einen möglichen Unfall und erklärte: "Wir können unsere Beteiligung an diesen Ereignissen bezüglich des genannten Flugzeugs nicht bestätigen. Nach den derzeit verfügbaren Informationen war es höchstwahrscheinlich ein Unfall."
Darüber hinaus wies Pletenchuk darauf hin, dass die aktive Nutzung russischer Luftabwehr- und elektronischer Kampfsysteme in der Krim die Möglichkeit eines Einflusses durch feindliche Mittel nicht ausschließt. "Dies könnte mit GPS-Störungen oder Fehlern in der Funktionsweise der Luftabwehr während der Kampfhandlungen zusammenhängen", fügte er hinzu. Diese Einschätzung verdeutlicht die komplexe militärische Lage in der Region, in der die ukrainischen Streitkräfte ständig mit den Herausforderungen der russischen Militärpräsenz konfrontiert sind.
Pletenchuk äußerte auch die Meinung, dass im Laufe der Zeit die Menge an Informationen über diese Vorfälle zweifellos zunehmen wird. "Aber so oder so unterliegt solche Informationen, die auf dem Gebiet der vorübergehend besetzten Krim erlangt werden, in der Regel einer ziemlich langen Verifizierung und Suche, da dies faktisch im feindlichen Hinterland geschieht", erklärte er weiter. Diese Bemerkung hebt die Schwierigkeiten hervor, mit denen die ukrainischen Streitkräfte konfrontiert sind, wenn sie versuchen, verlässliche Informationen aus einem Gebiet zu erhalten, das unter feindlicher Kontrolle steht.
Bezüglich des Vorfalls mit dem Kampfjet Su-30 bestätigte Pletenchuk ebenfalls, dass die Marine nicht in diesen Fall verwickelt ist und den Abschuss des Flugzeugs nicht bestätigen kann. "Wahrscheinlich handelte es sich um einen Unfall, der mit dem Betrieb des genannten Flugzeugs zusammenhängt. Dies könnte mit extremen Betriebsbedingungen dieser Flugzeuge verbunden sein", fügte der Sprecher hinzu. Diese Aussage wirft Fragen zur Sicherheit und Zuverlässigkeit der russischen Militärfliegerei auf, insbesondere in einem so angespannten militärischen Umfeld.
Er präzisierte, dass die intensive Nutzung der russischen Luftfahrt im Asow- und Schwarzmeerraum die Abnutzung der Technik und die Ermüdung der Besatzungen beeinflusst, was zu solchen Vorfällen führen kann, insbesondere mit dem Beginn der aktiven Flugzeit. Diese Faktoren könnten die operationalen Fähigkeiten der russischen Luftstreitkräfte beeinträchtigen und möglicherweise zu weiteren Zwischenfällen führen.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass der russische Militärtransporter An-26 während eines Fluges über der vorübergehend besetzten Krim abgestürzt ist, was zum Tod von sechs Besatzungsmitgliedern und 23 Passagieren führte. Auch ein russischer Kampfjet Su-30 stürzte in der Krim ab, wobei die Besatzung sich mit dem Schleudersitz retten konnte. Diese Vorfälle haben nicht nur Auswirkungen auf die militärische Situation in der Region, sondern werfen auch Fragen zur Sicherheit der russischen Luftfahrt auf.
Foto: Facebook/Dmitro Pletenchuk
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