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In Großbritannien werden über 70 geflüchtete Kinder in Erwachsenenzentren festgehalten, wo sie Folter ausgesetzt sind

Die Situation mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Großbritannien wirft ernsthafte Bedenken auf. Über 70 Kinder, die Asyl suchen, wurden in vorübergehende Einrichtungen für Erwachsene gebracht, wo sie Berichten zufolge brutal behandelt werden.

In Großbritannien ist die Lage der minderjährigen Flüchtlinge alarmierend. Über 70 Kinder, die auf der Suche nach Asyl sind, wurden in Zentren für die vorübergehende Unterbringung von Erwachsenen untergebracht. Menschenrechtsaktivisten berichten von grausamer Behandlung durch die Sicherheitskräfte, die an Folter grenzt, was zu schweren physischen und psychischen Verletzungen führt.

Wie die Zeitung The Guardian berichtet, verbietet die britische Gesetzgebung die Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Asylsuchender ohne Begleitung von Erwachsenen. Dennoch stellt das Innenministerium des Landes das Alter der Jugendlichen in Frage und deportiert sie zwangsweise nach Frankreich. Dies hat Empörung unter Menschenrechtsorganisationen ausgelöst, die auf zahlreiche Verletzungen der Kinderrechte hinweisen.

Seit September hat die Menschenrechtsorganisation Humans for Rights Network 76 Fälle von Festnahmen von Kindern dokumentiert, deren Alter in Frage steht. Die meisten dieser Kinder stammen aus Konfliktgebieten, darunter Eritrea, Sudan und Afghanistan. Dies zeigt, dass Kinder, die bereits Krieg und Gewalt erlebt haben, nun in einem Land, das sie schützen sollte, mit neuen Schwierigkeiten konfrontiert sind.

Laut Guardian wird bei der Deportation gegen die Kinder brutale physische Gewalt angewendet. Zu den Verletzungen, die sie erleiden, gehören ausgeschlagene Vorderzähne, tiefe Kratzer an den Händen, geschwollene Gliedmaßen und Beinverletzungen. Dies deutet darauf hin, dass die Haftbedingungen nicht nur unangemessen, sondern auch lebensgefährlich für die Gesundheit der Kinder sind.

Maddi Harris, eine Vertreterin von HRN, betonte: "Viele dieser Kinder haben Folter und Menschenhandel überlebt und leiden unter einer drastischen Verschlechterung ihrer psychischen Gesundheit aufgrund oft monatelanger Inhaftierung in Großbritannien." Dies unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Situation und die Notwendigkeit dringender Veränderungen in der Politik gegenüber minderjährigen Flüchtlingen.

Offizielle Anfragen bei den lokalen Behörden haben bestätigt, dass viele Flüchtlinge, die zunächst vom Innenministerium als Erwachsene eingestuft wurden, später von Sozialarbeitern als Kinder anerkannt wurden. Dies weist auf systematische Probleme bei der Alters- und Statusidentifikation von Flüchtlingen hin, die zu schwerwiegenden Verletzungen ihrer Rechte führen können.

Derzeit wurden 26 der 76 illegal festgehaltenen Kinder aus der Haft entlassen und in die Obhut von Sozialdiensten übergeben. Weitere 11 Personen bleiben in Erwachseneneinrichtungen, bis ihr Alter überprüft ist, während 13 bereits aus dem Land deportiert wurden. Dies sorgt bei Menschenrechtsaktivisten für Besorgnis, die der Meinung sind, dass Kinder solchen grausamen Bedingungen nicht ausgesetzt werden sollten.

Quellen im Innenministerium erklärten, dass in Fällen, in denen Personen sich weigern zu gehorchen oder physischen Widerstand leisten, die Sicherheitskräfte leider gezwungen sein könnten, angemessene und verhältnismäßige Gewalt anzuwenden, um die Sicherheit zu gewährleisten und sie zur Ausreise aus Großbritannien oder zur Befolgung rechtmäßiger Anweisungen während der Haft zu zwingen. Solche Maßnahmen werfen jedoch ernsthafte Fragen zur Ethik und Rechtmäßigkeit des Einsatzes von Gewalt gegen verletzliche Gruppen wie Kinder auf.

Die Situation der Flüchtlinge in Großbritannien ist nicht neu, hat sich jedoch nach der Unterzeichnung eines Migrationsabkommens zwischen den Regierungen Großbritanniens und Frankreichs im Juli 2025 weiter verschärft. Dieses Abkommen sieht vor, dass Großbritannien Migranten, die illegal den Ärmelkanal überqueren, zwangsweise nach Frankreich zurückführen kann. Im Gegenzug hat London sich verpflichtet, legal die gleiche Anzahl von Asylsuchenden aus Frankreich aufzunehmen, die nicht versucht haben, die Grenze illegal zu überqueren. Die ersten Deportationen im Rahmen dieses Schemas begannen Mitte September 2025, was die Situation für geflüchtete Kinder noch komplizierter macht.