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In Tel Aviv hat die Polizei einen anti-kriegs Protest brutal aufgelöst

In Tel Aviv, auf dem Habima-Platz, wurde ein anti-kriegs Protest von der örtlichen Polizei mit Gewalt aufgelöst. Die Demonstranten forderten ein Ende des Krieges mit dem Iran und äußerten ihren Unmut über ein kürzlich verabschiedetes Gesetz zur Todesstrafe für palästinensische Terroristen.

In Tel Aviv, auf dem Habima-Platz, kam es zu einem anti-kriegs Protest, der von der örtlichen Polizei brutal aufgelöst wurde. Laut Berichten von Ukrinform und The Times of Israel hielten die Demonstranten Plakate in den Händen, auf denen sie ein Ende des Krieges mit dem Iran forderten. Zudem äußerten sie ihr Unverständnis über ein neu verabschiedetes Gesetz, das die Todesstrafe für palästinensische Terroristen vorsieht.

Die Protestierenden riefen auch zur Absetzung der aktuellen Regierung auf. Sie warfen den Regierungsmitgliedern vor, den Krieg für eigene politische Zwecke zu nutzen. Eine Gruppe von Demonstranten war in orangefarbene Gefängniskombinationen gekleidet und trug Pappmasken, die die Gesichter israelischer Minister darstellten. Diese Teilnehmer der Demonstration schwenkten gefälschte Dollarbanknoten, was ihr Unbehagen symbolisierte.

Vor Beginn der Protestaktion hatte der Oberste Gerichtshof Israels die Durchführung genehmigt, allerdings unter der Bedingung, dass nicht mehr als 600 Personen teilnehmen. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) äußerten jedoch Bedenken hinsichtlich möglicher Bedrohungen für die Teilnehmer durch Raketenangriffe des Iran sowie durch die militante Gruppe „Hizbollah“.

Kurz vor 21:00 Uhr gab die lokale Polizei bekannt, dass die Anzahl der Protestierenden die vom Gericht festgelegte Obergrenze von 600 Personen überschritten habe, wodurch die Veranstaltung als illegal eingestuft wurde. Die Polizei löste den Protest auf und nahm 17 Personen fest. Währenddessen wurde in Tel Aviv eine Luftalarmwarnung ausgerufen, und die Demonstranten wurden in Zivilschutzräume geleitet. Teilnehmer berichteten jedoch, dass die Festgenommenen, die in Polizeifahrzeuge gebracht wurden, auf der Straße blieben, da die Beamten ihnen nicht erlaubten, die Bunkeranlagen zu erreichen.

Der Oberrabbiner Israels, David Yosef, äußerte sein Unverständnis über die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, die die Durchführung von Demonstrationen erlaubte, und bezeichnete die Richter als „Feinde des Judentums“. Diese Äußerung verdeutlicht die tiefen gesellschaftlichen Spannungen in Bezug auf Menschenrechte und Meinungsfreiheit im Kontext der aktuellen politischen Situation im Land.

Es sei daran erinnert, dass die USA und Israel am 28. Februar gemeinsame Angriffe auf Einrichtungen des Regimes im Iran durchführten, was eine Antwort des Iran zur Folge hatte, der amerikanische Stützpunkte in Kuwait, den VAE, Katar, Bahrain und Jordanien angriff. Diese Ereignisse unterstreichen die Spannungen in der Region und die Komplexität der Situation, in der sich sowohl Regierungen als auch die Öffentlichkeit befinden.

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