In Serbien wird über mögliche Diversion am Gaspipeline nach Ungarn berichtet
In Serbien gibt es neue Informationen über eine mögliche Diversion an der Gaspipeline, die Gas nach Ungarn liefert. Diese Informationen wurden von der serbischen Militärkontraspionage veröffentlicht und werfen ein Licht auf die Sicherheitslage in der Region.
In Serbien, gemäß Informationen, die von der Militärkontraspionage des Landes bereitgestellt wurden, sind neue Details über die Möglichkeit einer Diversion an der Gaspipeline aufgetaucht, die Gas nach Ungarn liefert. Diese Informationen wurden vom serbischen Staatsfernsehen RTS sowie von der Publikation "Europäische Wahrheit" veröffentlicht. Am 5. April erklärte Djuro Jovanic, der Leiter der Militärsicherheitsagentur Serbiens, dass sein Amt bereits seit längerem über die Möglichkeit solcher Aktionen informiert sei.
„Wir haben den Oberbefehlshaber, Präsident Aleksandar Vučić, sowie andere Führungskräfte des Landes seit mehreren Monaten gewarnt, dass eine solche Situation eintreten könnte. Offen gesagt war die Reaktion auf unsere Warnungen skeptisch“, stellte Jovanic fest. Seinen Angaben zufolge hatte man Informationen darüber, dass eine Person aus einer Gruppe von Migranten, die über bestimmte militärische Fähigkeiten verfügt, versuchen könnte, eine Diversion an der Gasinfrastruktur durchzuführen.
Er betonte zudem, dass auf ihre Warnungen hin darauf hingewiesen wurde, dass die Anzeichen einer Bedrohung nicht überzeugend erscheinen und dass die Durchführung umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen zu kostspielig und belastend für das Militär sein könnte. Allerdings stellte sich heraus, dass die Bedenken der Kontraspionage nicht unbegründet waren.
Jovanic berichtete, dass in der Nähe der Gaspipeline hermetisch verpackte Sprengstoffe, Zünder und andere Elemente gefunden wurden, die für die Anbringung von Sprengvorrichtungen notwendig sind. „Diese Person wird definitiv festgenommen. Die Frage ist nur, ob die Ermittlungen drei Tage oder mehr als einen Monat dauern werden“, fügte er hinzu.
In Anbetracht dieser Funde hat die Staatsanwaltschaft Serbiens ein Ermittlungsverfahren wegen illegaler Herstellung, Transport und Schmuggel von Waffen und Sprengstoffen sowie wegen der Absicht, eine Diversion durchzuführen, eingeleitet. Es ist erwähnenswert, dass am 5. April in Serbien von einem Diversionsversuch an der Gaspipeline, die nach Ungarn führt, berichtet wurde, als in der Nähe große Pakete mit Sprengstoff und Zündern gefunden wurden.
Als Reaktion auf diese Ereignisse berief der ungarische Premierminister Viktor Orbán den Nationalen Sicherheitsrat ein und gab nach dem Treffen den Befehl, die ungarische Sektion des "Türkischen Stroms" unter militärischen Schutz zu stellen. Es ist wichtig zu erwähnen, dass in Ungarn bereits zuvor die Sicherheitsvorkehrungen für die Energieinfrastruktur verstärkt wurden, angeblich aufgrund der sogenannten "ukrainischen Bedrohung". Serbien hat ebenfalls die Armee mobilisiert, um die Infrastruktur, die die Gasversorgung nach Ungarn sichert, zu schützen.
Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó deutete auf eine mögliche Beteiligung der Ukraine an der gescheiterten Diversion hin. Offizielles Kiew wies jedoch diese Anschuldigungen entschieden zurück und wies auf eine mögliche "russische Spur" im Kontext der russischen Einmischung in die ungarischen Wahlen zugunsten Orbáns hin.
Der Hauptgegner des ungarischen Premiers, der Führer der Oppositionspartei "Tisa", Péter Magyar, glaubt, dass diese Ereignisse eine inszenierte Operation sein könnten, die darauf abzielt, die Wahlen in Ungarn zu sabotieren. Die Situation bleibt angespannt, und weitere Ermittlungen könnten Licht auf die wahren Motive und Gründe dieser Diversion werfen.