In Serbien wurde ein Versuch zur Diversion an einer Gasleitung gemeldet
In Serbien gab es einen ernsthaften Vorfall im Zusammenhang mit einem Versuch zur Diversion an einer Gasleitung. In drei Dörfern der Gemeinde Kanjiža wurden verdächtige Objekte entdeckt.
In Serbien hat sich ein schwerwiegender Vorfall ereignet, der mit einem mutmaßlichen Diversionsversuch an einer Gasleitung in Verbindung steht. Laut Berichten des serbischen Rundfunks RTS wurden in drei Dörfern der Gemeinde Kanjiža, die sich in der Nähe eines wichtigen Infrastrukturprojekts befinden, verdächtige Objekte entdeckt. Diese Informationen wurden auch von der Publikation 'Europäische Wahrheit' bestätigt.
Um die Sicherheit in diesem Gebiet zu gewährleisten, wurden 140 Soldaten und Polizisten mobilisiert. Die Sucharbeiten sind im Gange, und die Mitarbeiter der Kriminalpolizei arbeiten zusammen mit der Militärpolizei und anderen Einheiten der serbischen Armee seit den frühen Morgenstunden daran, das Gebiet in der Gemeinde Kanjiža abzusperren und zu durchsuchen. Sie suchen nach Objekten, die eine Gefahr für das Leben der Bürger und die kritische Infrastruktur darstellen könnten.
Die Polizei und das Militär haben mehrere Straßen in der Umgebung gesperrt, um die Sicherheit während der laufenden Operationen zu gewährleisten. Der Präsident Serbiens, Aleksandar Vučić, gab bekannt, dass bei den Ermittlungen zwei große Pakete mit Sprengstoff und Detonatoren gefunden wurden. Er betonte, dass es dank der Bemühungen der serbischen Armee gelungen sei, eine Aktion zu verhindern, die die lebenswichtigen Interessen des Landes hätte gefährden können.
Vučić erklärte zudem, dass er mit dem ungarischen Premierminister Viktor Orbán gesprochen habe, um ihn über die Situation und die Ermittlungen zu informieren. Laut dem Präsidenten wäre Ungarn und Nordserbien ohne Gas geblieben, wenn dieser Diversionsversuch erfolgreich gewesen wäre. 'Sie fanden zwei Rucksäcke, zwei große Pakete mit Sprengstoff und Detonatoren. Wir haben auch andere Hinweise aus den Ermittlungen. Ich habe gerade ein Gespräch mit Viktor Orbán über diese Nachrichten abgeschlossen, denn wenn es zu einer Gasabschaltung gekommen wäre, hätte Ungarn kein Gas mehr gehabt, und wir in Nordserbien ebenfalls nicht', erklärte Vučić.
Der Präsident Serbiens hob hervor, dass der entdeckte Sprengstoff eine derart verheerende Kraft hatte, dass er das Leben vieler Menschen gefährden und erhebliche Schäden an der Infrastruktur verursachen könnte. Diese Situation hat nicht nur in Serbien, sondern auch in den Nachbarländern Besorgnis ausgelöst.
Frühere Berichte hatten gezeigt, dass die NATO-Mitgliedsstaaten zunehmend besorgt über hybride Angriffe auf den Energiesektor des Bündnisses sind, insbesondere im Kontext des anhaltenden russisch-ukrainischen Krieges. Die Financial Times berichtete zudem, dass Rekrutierer und Propagandisten, die zuvor für das russische private Militärunternehmen 'Wagner' tätig waren, zu einem Hauptkanal für organisierte, vom Kreml orchestrierte Diversionsangriffe in Europa geworden sind.
Die Situation in Serbien verdeutlicht, wie wichtig die Sicherheit der Energieinfrastruktur angesichts der modernen Herausforderungen ist. Die Regierung des Landes hat ihre Bereitschaft erklärt, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Bürger und die Infrastruktur vor möglichen Bedrohungen zu schützen.