In Russland ist das Vertrauen in Putin um 5% gesunken - ISW
Laut einem neuen Bericht des Instituts für Kriegsstudien (ISW) ist das Vertrauen in den russischen Präsidenten Wladimir Putin erheblich gesunken und hat um 5% von 76% auf 71% abgenommen.
Dieses Rückgang ist der größte seit 2019 und deutet darauf hin, dass der Kreml mit einer stärkeren negativen Reaktion der Bevölkerung konfrontiert ist, als erwartet.
Die Umfrage, die vom Forum für öffentliche Meinung (FOM), das mit dem Kreml verbunden ist, durchgeführt wurde, fand zwischen dem 27. und 29. März statt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Vertrauen in Putin bereits im Februar 2026 zu sinken begann, als die Regierung beschloss, den Zugang zu dem beliebten Messenger-Dienst Telegram erheblich einzuschränken.
Dieser Schritt führte zu wachsender Kritik von russischen Propagandisten und Kriegsberichterstattern, die mit den Versuchen der Regierung, Telegram zu blockieren, unzufrieden sind. Sie weisen auf die Kosten im Staatsbudget für Zensur in Zeiten steigender Preise hin und betonen die Kommunikationsprobleme für das Militär, die sich negativ auf deren Einsätze auswirken könnten.
Der Gründer von Telegram, Pawel Durov, berichtete, dass trotz der Einschränkungen etwa 65 Millionen Russen täglich VPNs nutzen, um auf den Dienst zuzugreifen. Er stellte außerdem fest, dass die Maßnahmen des Kremls am 3. April zu massiven Störungen im Bankensystem führten, als durch die Blockierung von IP-Adressen in Russland Probleme bei der Zahlungsabwicklung auftraten.
Im ISW-Bericht wird hervorgehoben, dass die russischen Behörden eine fehlende kohärente Strategie zur Zensur zeigen und die Reaktion der Gesellschaft auf diese Maßnahmen deutlich stärker war als im Kreml erwartet. Dies deutet auf eine wachsende Unzufriedenheit der Bevölkerung hin, die ernsthafte Folgen für die politische Stabilität im Land haben könnte.
Experten weisen darauf hin, dass eine mögliche Blockierung von Telegram in Russland die Angst des Kremls vor externen Informationseinflüssen widerspiegelt und den Versuch zeigt, die vollständige Kontrolle über die Kommunikation im Land zu etablieren. Dies unterstreicht, dass die Behörden versuchen, den Zugang zu unabhängigen Informationsquellen zu beschränken, was zu noch größerer Unzufriedenheit in der Bevölkerung führen könnte.
Somit deutet die Situation mit dem Vertrauen in Putin und der Reaktion der Gesellschaft auf die Maßnahmen der Regierung darauf hin, dass der Kreml mit ernsthaften Herausforderungen konfrontiert ist, die weitreichende Folgen für die politische Lage in Russland haben könnten. Angesichts wachsender Kritik und Unzufriedenheit in der Bevölkerung wird es für die Regierung notwendig sein, neue Wege zu finden, um Vertrauen und Stabilität im Land wiederherzustellen.
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