In Polen wurde ein weiterer Bürger wegen Beihilfe zur Brandstiftung in der Wärmebildkamera-Fabrik Archer in Tschechien festgenommen
Die polnischen Sicherheitsbehörden haben einen 23-jährigen Mann festgenommen, der verdächtigt wird, bei der Brandstiftung in der Wärmebildkamera-Fabrik Archer in Pardubice, Tschechien, geholfen zu haben.
Die Mitarbeiter des Polnischen Inlandsgeheimdienstes (ABW) haben in Zielona Góra einen weiteren 23-jährigen Polen festgenommen, der verdächtigt wird, Beihilfe zur vorsätzlichen Brandstiftung in der Wärmebildkamera-Fabrik Archer geleistet zu haben, die sich in der tschechischen Stadt Pardubice befindet. Dies gab der Sprecher des Koordinators der polnischen Geheimdienste, Jacek Dobrzynski, bekannt und betonte, dass die Festnahme auf Materialien basiere, die von der ABW gesammelt wurden.
Laut Dobrzynski hat die nationale Staatsanwaltschaft in Masowien bereits ein Ermittlungsverfahren in dieser Angelegenheit eingeleitet. Das Bezirksgericht Warschau hat beschlossen, gegen den Festgenommenen eine vorläufige Haftstrafe von drei Monaten zu verhängen. Die Ermittlungen befinden sich derzeit in einem aktiven Stadium, was die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe unterstreicht.
Es sei daran erinnert, dass die ABW am 24. März 2026 eine weitere polnische Staatsbürgerin, Alexandra Z., und am 26. März einen Bürger, Filip B., festgenommen hat. Diese Festnahmen stehen ebenfalls im Zusammenhang mit der Brandstiftung in der Archer-Fabrik. Die masowische Staatsanwaltschaft in Warschau hat, gestützt auf die von der ABW gesammelten Materialien, ein Ermittlungsverfahren wegen Beihilfe zur Brandstiftung eingeleitet, die einen terroristischen Charakter hatte.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass die Firma LPP HOLDING, die die Archer-Fabrik besitzt, eine Partnerschaft mit dem israelischen Konzern Elbit Systems im Bereich der Drohnenproduktion unterhält. Diese Zusammenarbeit hat Verdacht und Interesse im Kontext terroristischer Akte geweckt, da die extremistische Organisation The Earthquake Faction die Verantwortung für die Brandstiftung übernommen hat und ideologische Motive für ihr Handeln angibt. Ziel der Organisation war es, Einfluss auf die Aktivitäten von Staaten und Unternehmen zu nehmen, die mit der israelischen Rüstungsindustrie zusammenarbeiten.
Im Rahmen der Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft den Festgenommenen Beihilfe zu einer verbotenen Handlung vorgeworfen, die erhebliche Gefahren für Eigentum mit sich brachte. Alle Verdächtigen, einschließlich des 23-jährigen Mannes, haben ihre Schuld nicht anerkannt. Infolgedessen hat das Bezirksgericht in Warschau am 26. und 27. März 2026 ebenfalls beschlossen, die Festgenommenen für drei Monate in Untersuchungshaft zu nehmen.
Frühere Berichte hatten ergeben, dass die Archer-Fabrik in Pardubice am 21. März 2026 von maskierten Personen in Brand gesetzt wurde. Dieser Vorfall war der Anlass für die laufenden Ermittlungen und Festnahmen. Die Situation rund um die Brandstiftung in der Fabrik hat nicht nur in Polen, sondern auch in Tschechien Besorgnis ausgelöst, wo die örtlichen Strafverfolgungsbehörden mit ihren polnischen Kollegen zusammenarbeiten, um alle Umstände des Falls zu klären.