In Mariupol konnten die Russen in vier Jahren Besatzung die Verkehrsinfrastruktur nicht wiederherstellen
In Mariupol, einer Stadt, die seit vier Jahren unter russischer Besatzung steht, äußern die Anwohner ihr Unverständnis über den Zustand der Verkehrsinfrastruktur, die nicht wiederhergestellt wurde.
In Mariupol, einer Stadt, die seit vier Jahren unter russischer Besatzung steht, äußern die Anwohner ihr Unverständnis über den Zustand der Verkehrsinfrastruktur, die nicht wiederhergestellt wurde. Wie Ukrinform berichtet, informiert die Stadtverwaltung von Mariupol auf ihrem Telegram-Kanal über diese besorgniserregende Situation.
In der Mitteilung wird darauf hingewiesen, dass die Bewohner von Mariupol besorgt über die Zerstörung der Straßenbahngleise sind, die überall in der Stadt „herausgeschnitten“ werden. Die Stadtbewohner erinnern sich mit Bedauern daran, wie sich der Elektroverkehr in dem ukrainischen Mariupol zuvor entwickelt hat und wie die Besatzung alles zerstört. „Die Straßenbahngleise werden überall herausgeschnitten - in der Artem-Straße und im linken Uferbereich“, betonen die Anwohner. Sie heben auch hervor, dass vor dem Krieg in Mariupol mehr als 10 Straßenbahnlinien existierten, die abgelegene Stadtteile miteinander verbanden, während jetzt nur noch eine kurze Linie in einem Stadtteil übrig geblieben ist.
Die Einwohner berichten von einem akuten Mangel sowohl an kommunalen als auch an privaten Verkehrsmitteln. Morgendliche Fahrten sind bereits an den ersten oder zweiten Haltestellen überfüllt, und die Wartezeiten auf Busse betragen bis zu einer Stunde. „Die Überfüllung ist so stark, dass die Türen beschädigt werden. Für Eltern mit Kinderwagen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität gibt es oft überhaupt keinen Platz“, betonen die Mariupoler.
Ein besonderes Problem, so die Bewohner, ist das linke Ufer, das ihrer Meinung nach „vom Rest der Stadt abgeschnitten“ ist. Der Verkehr zu diesem Stadtteil verkehrt fast nicht, was zusätzliche Schwierigkeiten für die Anwohner schafft. Darüber hinaus gibt es unter den Bedingungen der Besatzung ernsthafte Probleme mit der Gehaltszahlung an die Fahrer des öffentlichen Verkehrs, die monatelang kein Geld erhalten, während die Verkehrsmittel selbst nicht ordnungsgemäß gewartet werden.
Die Stadtverwaltung erinnert daran, dass Mariupol vor Beginn der Besatzung den zweiten Platz in der Ukraine hinsichtlich des Komforts der Verkehrsinfrastruktur einnahm und über 100 Busse, 89 Trolleybusse und 69 Straßenbahnen verfügte. Doch die Besatzungskräfte haben diese Infrastruktur zerstört, und jetzt sind sie nicht in der Lage, weder die städtische Infrastruktur noch die Verkehrlogistik wiederherzustellen. Dies bestätigt die schwierige Situation, in der sich die Bewohner der Stadt befinden.
Wie bereits berichtet, hat die russische Armee im Frühjahr 2022 in Mariupol 90 Prozent der kritischen Infrastruktur zerstört und mehr als 38.000 private Häuser beschädigt, von denen 11.000 einfach vom Erdboden verschwunden sind. Mehr als 50 Prozent der Wohngebäude haben erhebliche Zerstörungen erlitten, was das Leben der Anwohner weiter erschwert.
Die Stadtbewohner fordern Aufmerksamkeit für diese kritische Situation und hoffen auf eine Wiederherstellung des normalen Verkehrs in der Zukunft, denn ohne eine angemessene Infrastruktur wird ihr Leben immer schwieriger.
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